Magisterarbeit
Verfasst: 05.05.2006, 23:23
ICh bekam vor wenigen Tagen die Aufagbe, in meiner Magisterarbeit die Bogenschießenden Steppenvölker der Antike zu behandeln.
Ein Thema, über daß ich mich natürlich gefreut habe.
Allerdings ist es uferlos. Die Schranken darf ich aber selber stecken.
Habe also volle Freiheit.
Sie soll ca. 100 - 200 Seiten haben und in einem Jahr fertig sein.
Falls also hier jemand Quellen dazu hat, oder einen kennt der soetwas schon gemacht hat oder was weiß oder glaubt was zu wissen, ich wäre über jede Hilfe dankbar.
Ich würde sie auch gerne jeden zur Verfügung stellen wenn sie fertig ist, allerdings ist es ein Thema, welches in der Forschung stiefmütterlich behandelt wird. Auch wenn ich daran nichts verdienen werde, stehen die Chancen nicht schlecht, daß sie publiziert wird.
Ich weiß nicht ob ich sie dann hier zum download stellen darf. Aber da mach ich mir erst einen Kopf wenn es soweit ist.
Aber was ich schon rausgefunden habe. Obwohl erst durch wenige Quellen, gilt also noch zu überprüfen, die Geschichte des Reiterbogens:
Die ersten Kompositbögen, sind um 3000 v.Chr. nachzuweisen in dem Gebiet des Baikalsees, aus neolithischen Gräbern.
Diese Bögen stammen aus dem Langbogen heraus.
So gibt es Funde in den Gräbern von Derevnja Podostronoe, Derevnja Holomy`s´ka, etc. Langbögen mit Knocheneinsätzen. Die Bögen haben eine Länge von 160 - 190 cm mit einer Sehnenlänge von 100 - 120 cm.
Die erhaltenen Knochenteile weisen schon auf eine zweifache Krümmung im gespannten zustand hin. Sie sind die Prototypen der skythischen Bögen.
Dies zeigt auch eine Zeichnung auf der Grabplatte von Kurgan 5 von Karakol (2000 v.Chr.) welche einen Bogenschütze mit zweifach geschwungenen Bogen. Wenn die Proportionen richtig wiedergegeben wurden, hat die Sehne eine Länge von ca. 120 cm.
In China, taucht der Reiterbogen dann um 1500 v.Chr. auf. Diese wurden wahrscheinlich durch die Skythen eingeführt, da es sich um den gleichen Typ handelt.
Erste Quellen sind nur Abbildungen und Schriftzeichen auf Bronzen in der Shangdynastie. Funde gibt es erst ab den 3. Jh. v.Chr.
Diese sind hergestellt aus mehreren Lagen Bambus, mit Seide und Lack und Hornstücken an den Enden. Die Sehne war aus Seide. Also eine weitere Entwicklungsstufe zum Skythenbogen.
Ich hoffe ich habe euch neugierig gemacht und einige können mir Tipps geben zum Thema.
Fragen kommen noch.
Wahrscheinlich vorallem zu Pferden, da habe ich nicht viel Ahnung.
Aber zwei Fragen habe ich schon. Eine geister ja schon im Forum rum.
1. Wahrscheinlich haben diese Steppenvölker den Bogen gespannt bei sich getragen. Habe ja schon einige gehört, daß das weniger ein Problem für einen Kompositbogen ist. Andere meinen schon.
Wie plausibel ist, hat jemand erfahrung dazu?
2. Diese Kompositbögen waren verleimt, meist aus Fischleim. Viele Forscher gehen davon aus, daß Fischleim unter Feuchtigkeit sich auflöst.
Und er somit für N-Europäische-germanische Breiten nicht geeignet ist.
Allerdings gibt es Schwertgriffe aus dem Mittelalter, die wurden mit Fischleim verleimt. Die stehen aber auch nicht so unter druck wie ein Bogen.
Aber mit den Römern kamen meist Syrer mit nach Europa. Diese brachten auch die Reiterbögen mit.
Gerade in Straubing wurden sehr viele Siyahs aus Horn gefunden. ALso mußte es ja gehen?
Doch vielleicht kennt sich da einer besser aus als ich oder hat gar Erfahrung oder Quellen.
Werde ja nicht der einzige Historiker hier sien.
Gruß Striker
Ein Thema, über daß ich mich natürlich gefreut habe.
Allerdings ist es uferlos. Die Schranken darf ich aber selber stecken.
Habe also volle Freiheit.
Sie soll ca. 100 - 200 Seiten haben und in einem Jahr fertig sein.
Falls also hier jemand Quellen dazu hat, oder einen kennt der soetwas schon gemacht hat oder was weiß oder glaubt was zu wissen, ich wäre über jede Hilfe dankbar.
Ich würde sie auch gerne jeden zur Verfügung stellen wenn sie fertig ist, allerdings ist es ein Thema, welches in der Forschung stiefmütterlich behandelt wird. Auch wenn ich daran nichts verdienen werde, stehen die Chancen nicht schlecht, daß sie publiziert wird.
Ich weiß nicht ob ich sie dann hier zum download stellen darf. Aber da mach ich mir erst einen Kopf wenn es soweit ist.
Aber was ich schon rausgefunden habe. Obwohl erst durch wenige Quellen, gilt also noch zu überprüfen, die Geschichte des Reiterbogens:
Die ersten Kompositbögen, sind um 3000 v.Chr. nachzuweisen in dem Gebiet des Baikalsees, aus neolithischen Gräbern.
Diese Bögen stammen aus dem Langbogen heraus.
So gibt es Funde in den Gräbern von Derevnja Podostronoe, Derevnja Holomy`s´ka, etc. Langbögen mit Knocheneinsätzen. Die Bögen haben eine Länge von 160 - 190 cm mit einer Sehnenlänge von 100 - 120 cm.
Die erhaltenen Knochenteile weisen schon auf eine zweifache Krümmung im gespannten zustand hin. Sie sind die Prototypen der skythischen Bögen.
Dies zeigt auch eine Zeichnung auf der Grabplatte von Kurgan 5 von Karakol (2000 v.Chr.) welche einen Bogenschütze mit zweifach geschwungenen Bogen. Wenn die Proportionen richtig wiedergegeben wurden, hat die Sehne eine Länge von ca. 120 cm.
In China, taucht der Reiterbogen dann um 1500 v.Chr. auf. Diese wurden wahrscheinlich durch die Skythen eingeführt, da es sich um den gleichen Typ handelt.
Erste Quellen sind nur Abbildungen und Schriftzeichen auf Bronzen in der Shangdynastie. Funde gibt es erst ab den 3. Jh. v.Chr.
Diese sind hergestellt aus mehreren Lagen Bambus, mit Seide und Lack und Hornstücken an den Enden. Die Sehne war aus Seide. Also eine weitere Entwicklungsstufe zum Skythenbogen.
Ich hoffe ich habe euch neugierig gemacht und einige können mir Tipps geben zum Thema.
Fragen kommen noch.
Wahrscheinlich vorallem zu Pferden, da habe ich nicht viel Ahnung.
Aber zwei Fragen habe ich schon. Eine geister ja schon im Forum rum.
1. Wahrscheinlich haben diese Steppenvölker den Bogen gespannt bei sich getragen. Habe ja schon einige gehört, daß das weniger ein Problem für einen Kompositbogen ist. Andere meinen schon.
Wie plausibel ist, hat jemand erfahrung dazu?
2. Diese Kompositbögen waren verleimt, meist aus Fischleim. Viele Forscher gehen davon aus, daß Fischleim unter Feuchtigkeit sich auflöst.
Und er somit für N-Europäische-germanische Breiten nicht geeignet ist.
Allerdings gibt es Schwertgriffe aus dem Mittelalter, die wurden mit Fischleim verleimt. Die stehen aber auch nicht so unter druck wie ein Bogen.
Aber mit den Römern kamen meist Syrer mit nach Europa. Diese brachten auch die Reiterbögen mit.
Gerade in Straubing wurden sehr viele Siyahs aus Horn gefunden. ALso mußte es ja gehen?
Doch vielleicht kennt sich da einer besser aus als ich oder hat gar Erfahrung oder Quellen.
Werde ja nicht der einzige Historiker hier sien.
Gruß Striker