Schonmal gut, dass die Pfeile so stecken, dass das meine Meinung stützt.
Was ich gehört habe, ist ein leichtes touchieren des Pfeils am Bogengriff. Das kommt daher, dass du die Sehne nicht genug am Griff vorbeilenkst. Dies kann man über das von Anna beschriebene "Drehen" machen. Das funktioniert super. An deiner Stelle würde ich diese Technik erst einmal ausprobieren. Ansonsten haben wir unter dem Schlagwort "Kipp- Dreh- Bewegung" noch eine andere Methode beschrieben. Ohne so eine Technik ist es nicht möglich ohne eingeschnittene Pfeilauflage einen Sauberen Pfeilflug zu bekommen. Wenn schon 90% grade stecken, bist du schon zu 90% am Ziel. Super!
Den beim Ablass runterfallenden Bogenarm finde ich auch doof. Das stand auf meiner Liste. Diese Bewegung bringt dir nichts, also kann man sie auch rauslassen. Es kann sogar sein, dass die Höhe des Pfeils, in Relation zu deinen Schultern, für dich zu hoch ist, oder du den Bogen schon Grundsätzlich etwas zum Boden ziehst. Ich denke, man drückt mit dem Bogenarm, zieht mit dem Sehnenarm, und die Bogenhand korrigiert den Pfeilflug. Ein nach unten Ziehen macht dir nur das Leben schwer. Woran das auch immer liegen mag. Die Bewegung der Bogenhand nach links ist ein Bestandteil der "Kipp-Dreh-Technik", und in dieser Kombination funktioniert das natürlich. Wenn du die Pfeilkorrektur mit dem Drehen allein schaffst, brauchst du dies nicht mehr machen, ansonsten kann es helfen, den Pfeil sauber aus dem Bogen herauszuschieben.
Wenn du die Sehne loslässt, schnellt dein Sehnenarm-Ellenbogen nach hinten, was gut ist, und nach links, was ich für einen Fehler halte. Dadurch schnellt deine Sehnenhand nach rechts weg, und verreißt den Ablass. Ja, es gibt eine ähnliche Bewegung im Kyudo, allerdings wird dabei sehr viel weiter gezogen, wodurch nurnoch so die Sehnenhand gerade nach hinten bewegt werden kann. Diese grade Bewegung finde ich erstrebenswert, sie funktioniert bei allen Bogenschießtechniken, ob olympisch, Compound, Langbogen-Mediterran ... orientalische Daumentechniken, ostasiatische Daumentechniken ... such einfach irgendwo, und du findest es.
Und zu den Schulterbewegungen ... das kann man sehr komplex betrachten, mir macht das auch Spaß, aber du möchtest das sicher direkt anwenden, daher verkürz ich das einfach mal. Im Vollauszug sollen sie auf der gleichen höhe bleiben, wie sie wären, wenn du entspannt steht, um dich mit wem zu unterhalten, und die Schulterblätter müssen sich beim Ausziehen des Bogens zueinander bewegen. Die beiden Punkte sind auch irgendwie allgegenwärtig, und ich finde daran einfach keinen Nachteil, daher wirds wohl gut sein ... naja, auch weil es so gut funktioniert.
Falls es dir hilft, die englischen Fachbegriffe zu nutzen, schreib das einfach. Ich stell mir das sehr verwirrend vor, wenn Begriffe aus dem Englischen irgendwie ins Deutsche übersetzt werden zu verstehen ... Die kann man ja absolut nicht nachschlagen.