Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
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MrFizzer
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Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Beitrag von MrFizzer »

Hallo!

Ich bin neu hier!
Das Forum wurde mir von einem Bekannten empfohlen, um meine Fragen bezüglich Pfeilbau zu beantworten.
Im Netz habe ich schon verschiedenste Seiten zu diesem Thema aufgesucht und mich etwas eingelesen.

Ich habe mir nun einen reflex-deflex Langbogen (64“) mit 40 lbs @ 28“ und einer Fastflite Flemisch Sehne besorgt. Für diesen möchte ich nun die passenden Pfeile finden.

Im Moment schweben mir 11/32 Kiefernschäfte vor mit Naturfedern und Bullet-Schraubspitzen.

Mein Auszug beträgt 28,25“ womit ich ungefähr auf 42 lbs Zuggewicht komme.

Nach den üblichen Tabellen habe ich bisher so kalkuliert:

42 lbs
+ 5-10 lbs (für reflex-deflex Langbogen mit Fastflite)
+ 5 lbs (für 29“ Schaftlänge)

Bevor ich nun anfange mit Spitzen zu variieren wäre ich also hier bei 52-57 lbs.
Ausgehend von 125 gr soll man ja dann für jeweils -25gr auch 5lbs abziehen.

Grundsätzlich habe ich mir folgenden Raster überlegt:

Bild

Jedoch möchte ich neben den gängigen Spitzengewichten auch unterschiedliche Befiederungslängen (Shieldformat) testen.

Neben 4“ und 5“ Varianten würde ich gern einen möglichst leichten Pfeil mit einer 3“ Feder und einer 70 gr Spitze für hohe Reichweiten probieren, aber fürs reguläre 18m schießen eher bei 5" oder 4" Federn bleiben.

In der Regel schieße ich indoor auf 18 bzw 22 m, möchte aber auch für outdoor 20 sowie 40 m vorbereiten.

Der obige Raster soll halt dazu dienen den passenden Spinewert zu finden. Wie (falls überhaupt) würde hier die Länge der Befiederung eingehen?

Der Beitrag von Ravenheart in diesem Thread:
http://www.fletchers-corner.de/index.php?topic=13603.0
beschreibt zB, dass man die Pfeile immer weiter kürzt.


Ich hab kein Problem hierzu eine größere Anzahl Pfeile herzustellen, ich möchte nur einen sinnvollen Systematischen Ansatz wählen.

Ich würd’ mich sehr über Tipps aller Art freuen! Vielen Dank!

Lg

Mr Fizzer
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captainplanet
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Zu den Federn:

Beitrag von captainplanet »

Ein Pfeil bei dem Spine, Länge und Spitzengewicht perfekt austariert sind fliegt theoretisch auch ohne Federn geradeaus (--> Rohschafttest). Die Federn haben im Prinzip nur die Aufgabe, kleine Ungenauigkeiten, die man in der Praxis immer in irgendeiner Form hat, auszubügeln. Je kleiner die Federn sind, desto besser mussen die anderen Parameter abgestimmt sein.

Zum Testen empfehle ich die Pfeile nur mit Minimalbefiederung zu schießen um kleine Fehler besser zu erkennen und gegensteuern zu können, und später, wenn Du einen richtigen Satz baust, etwas größere Federn zu verwenden.

Lg Georg
Bester Rindengrapscher von FC!!!
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walta
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Re: Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Beitrag von walta »

Und nicht für verschiedene Situationen verschiedene Pfeile verwenden (ausgehend von einer normalen Parcourrunde) - das bringt dich nur durcheinander und du gibst deinem Gehirn wenig Gelegenheit sich den Pfeilflug richtig einzuprägen.

Federn:
Ich persönlich habe mit 5 Zoll Befiederung begonnen und hab mit der Zeit die Federn immer kleiner gemacht - derzeit bin ich bei 3 Zoll.

grüsse
walta
----------------
hoffe das hilft :-)
The Mike
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Re: Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Beitrag von The Mike »

Hallo Mr. Fizzer,

erst mal hallo hier im FC.

Im Grunde sagt man pro 10 lbs 1 Zoll Federlänge. Das hiesse bei dir 4 Zoll. Das ist jedoch auch nur ein Richtwert. Je nach persönlichem Stil kann man auch kürzere oder längere Federn benötigen.  Für das ermitteln des Setups würde ich genau wie captainplanet recht kurze Federn empfehlen.

Und wie walta schon sagte nicht so oft das setup nach Situation ändern, dann kann sich dein Gehirn nicht gut genug auf den Flug der Pfeile einstellen.

Grüße Mike
Diese Signatur hat zur Zeit Urlaub
MrFizzer
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Re: Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Beitrag von MrFizzer »

Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Ok, dann bleib ich mal bei den 4" Befiederung um ein Mittelding aus benutzerfreundlich und Geschwindigkeit zu erreichen.


Also während dem Parcour würd ich nicht Pfeiltypen wechseln.
Ich meinte eher zwischen so Sachen wie indoor 18m und outdoor 40m.

Ansonsten werd ich mal den Raster oben mit Rohrschafttests ausprobieren und mal schauen wo mich das hin bringt. ;)

lg

MrFizzer
GunDog
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Re: Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Beitrag von GunDog »

Für den perfekten Pfeilflug ist der Rohschaft-Test oder der Papiertest gut.

Die Federlänge mache ich davon abhängig, das  ich zwei Stück vernünftig aus einer ganzen Feder stanzen kann. Lande dann bei ca. 11.5 cm.

Gundog
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walta
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Re: Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Beitrag von walta »

MrFizzer hat geschrieben: Also während dem Parcour würd ich nicht Pfeiltypen wechseln.
Ich meinte eher zwischen so Sachen wie indoor 18m und outdoor 40m.
Ich glaube nicht das es einen Unterschied für einen Pfeil macht ob er im Haus oder auf der Wiese fliegt. Vielleicht wenn ordentlich der Wind geht - ob da aber die Befiederung wirklich einen merkbaren Unterschied macht wage ich zu bezweifeln. Mir scheint du machst dir etwas zu viele Gedanken zur optimalen Technik - wichtiger ist viel Übung mit immer dem gleichen Material - *my2cent*

grüsse
walta
-----------
zu viel Bedenken ;-)
MrFizzer
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Re: Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Beitrag von MrFizzer »

Es ist sicher richtig, dass ich bei Dingen, die mich interessieren sehr detailverliebt bin.

Nichts ersetzt stunden-, tage-, wochen- und montatelanges Training.

Aber zu einem guten Bogenschützen gehört doch auch, dass er sein Material kennt und das verwendete Bogen Pfeilsystem tunen kann.

Beide Dinge laufen eh parallel ab.

Den Rat mit dem "immer das gleiche Material" werd' ich befolgen.  Zuvor möcht ich aber das "richtige" Material finden.

lg

MrFizzer
Bogenede

Re: Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Beitrag von Bogenede »

@MrFizzer

Ich baue seit jetzt über 30 Jahren Bögen ( dabei waren 16 lbs für Kinder bis 75 lbs Bögen für Männer ) und schiesse die immer noch mit meinen 11/32" Pfeilen mit 4" Befiederung ein.

Und siehe da, die Trefferlage ist bei mir auf unterschiedliche Entfernungen ziemlich gleich, auch wenn sich alle Bögen unterschiedlich schiessen.

Jedenfalls auf die Einschiessentfernung von ~ 20 m. Wenn die Auge-Gehirn-Hand-Bogen-Koordination stimmt ists Material nicht mehr soooo wichtig.

Ich habe aber auch nicht den Ergeiz Weltmeister im Bogenschiessen zu werden, ich schiesse Bogen aus Freud an der Sache.
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laurin
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Re: Systematische Tests den richtigen Pfeil zu finden...

Beitrag von laurin »

hei mrfizzer,
zum ausschiessen diversen Bögen hab ich mir einen Pfeilsatz gebaut mit 4 Gruppen:  exakte spine - und Gewichtsgruppe zu je 6 Pfeilen spine 53 /57/63 und 67. Von diesen jeweils 6 gleichen Pfeilen hab ich 2 ohne Befiederung, 2 mit kleiner Befiederung (2") und 2 mit großer Befiederung (4,5"). Spitzen hab ich die Adapterspitze von tophat drauf 40grain. In diesen Adapter lassen sich die entsprechenden Tophat Spitzen einschrauben (gibts von 40 grain bis 125 grain).
So ist es mir ein leichtes den optimalen Holzpfeil für den jeweiligen selfbow zu finden. Einmal ausgeschossen kannst Du direkt Pfeilmaterial ordern ohne Fehlkäufe zu machen.
Auf der anderen Seite sollte man dies nicht überbewerten. Wenn Du instinktiv schiesst, kannst Du dich auf jeden Pfeil einschiessen. Als Systemschütze bist Du auf gutes Pfeituning angewiesen.
viel Erfolg
just do it
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