Koreanischer Kompositbogen Gakgung

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benzi
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von benzi »

Bogenbas hat geschrieben: 14.06.2026, 15:10 ...Das einzige was mir einfällt ist, das der Sehnenbelag verhindert das der Holzkern Feuchtigkeit ziehen kann oder bei starker Hitze zu schnell versprödet...
Und die Verklebung geschützt wird, aber das täte Birkenrinde die über Rücken und Rand verläuft auch...🤔

Liebe Grüße
Kleine Waldelfen, die versuchen, unter dem Bast Schneeflocken ins Holz zu schnitzen?.....🥰🧚‍♀️ Benedikt
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Hieronymus
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Hieronymus »

Chirurg hat geschrieben: 14.06.2026, 13:52 Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, was die Sehnen seitlich bewirken oder verhindern sollen
Der seitliche Aufbau der Sehnen wirkt wie eine Klammer, der das Horn beim Aufspannen an Ort und Stelle halten soll. Natürlich werden die Sehnen ohne Wicklung das Ablösen niemals verhindern, eher erschweren. Die wichtigste Funktion der seitlichen Sehnen ist es den Bogen gegen die Scherkräfte bzw gegen ein verdrehen zu stabilisieren. One seitlichen Sehnen werden die Wurfarme für eine rechts oder links verdrehen viel anfälliger und das fördert wieder das Delaminieren vom Horn. Also diese Sehnen sind wichtig, sonst hätte man sie weg gelassen... ;)

LG Markus
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Bogenbas
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

Sooooo, was soll ich sagen...
Ich glaub jetzt ist der Koreaner für Kolbingen endgültig aus dem rennen...
Ich hab ihn grad ausgepackt und hab keine Ahnung was zum Teufel da passiert sein soll.
Das erste Stück hat ja mal ganz normal ausgesehen
20260614_195834.jpeg
Aber der Rest war ne ganze Katastrophe...
20260614_195840.jpeg
20260614_195845.jpeg
Was kann da schiefgelaufen sein?
Hab ich ihn vielleicht nach dem wickeln zu stark erhitzt? Ich erwärme ihn ja immer nach dem wickeln mit Hosengummi nochmal über der Heizspirale.
Sonst fällt mir nichts ein, vorm einwickeln sah ja alles gut aus. ???

Jedenfalls dachte ich mir dann, runter mit dem Dreck, habs abgelöst und dabei ging aber was vom alten Belag mit runter 🤬 ich könnt kotzen... keine Ahnung wann und wie ich da weiter machen soll.
20260614_200036.jpeg
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Chirurg »

Schöne Sch…e!, das tut mir leid! Über Gründe muss man noch nachdenken, die Hitze dürfte eine Rolle spielen, möglicherweise auch viel zu lange in der vielleicht zu festen Wicklung, Lufteinschlüsse, zu wenig Kleber? Zu geringe Verbindung mit der letzten Schicht, zu viel ohne Handschuhe die alte Sehnenschicht angegriffen (Hautfett)?
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Neumi
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Neumi »

Bogenbas hat geschrieben: 14.06.2026, 20:14 Ich hab ihn grad ausgepackt und hab keine Ahnung was zum Teufel da passiert sein soll.
Das sieht so aus, als hättest du mit dem Hosengummi die noch feuchten Sehnen vom fertigen Belag gerissen. Da hat der Leim wohl besser am Hosengummi geklebt, als am fertigen Belag. Hattest du den fertigen, alten Belag angeschliffen, bevor du die neuen Sehnen aufgebracht hast?
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...
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Bogenbas
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

Ja, ich hab ihn angeschliffen, entfettet, grundiert,...
Und diesmal hab ich die Sehnenbündel sogar in den Leim eingetaucht und nicht fest ausgepresst, also würde ich zu wenig Leim auch ausschließen. Fest gewickelt war es und ich konnte ihn leider auch erst nach 10 Stunden auspacken. Ich vermute es war zu viel Hitze. Ich hatte schonmal das Problem das sich Büffelsehnen beim eintauchen in Leim zusammengezogen haben. Mit anderen Sehnen hatte ich das noch nie. Vielleicht sind die einfach Hitzeempfindlicher... und ich hatte vergessen Spülmittel ins Wasser zu geben... die Sehnen wirkten mir beim zerfasern fetter als die vom Strauß.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Neumi »

Bogenbas hat geschrieben: 14.06.2026, 22:29Ich hatte schonmal das Problem das sich Büffelsehnen beim eintauchen in Leim zusammengezogen haben.
Meiner Erfahrung nach darf der Leim höchstens 55° C warm sein, darüber werden die Sehnen angegriffen.
Die Rückensehnen sind grundsätzlich fettiger. Das ist aber kein Problem, im Leim selbst ist auch ein Fettanteil. Das hält auch wenn man die Sehnen nicht entfettet.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Hieronymus »

Ich erhitze den Bogen, nach dem ich ihn gewickelt habe gar nicht mehr. Den Belag verlieren lassen und dann fest umwickeln fertig. Den Leim mit den Fingern abstreifen reicht völlig aus

Am Besten die letze Schicht runter schleifen oder mit der Ziehklingen vorsichtig runter ziehen und dann neuen Sehnenbelag drauf.

Hast du den Bogen nochmals grundiert, das mache ich nach jeder Schicht

LG Markus
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

Hieronymus hat geschrieben: 15.06.2026, 18:47 Hast du den Bogen nochmals grundiert, das mache ich nach jeder Schicht
Ja, mach ich vor und nach dem auflegen von Sehnen.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Indie12 »

Versuch doch noch die Reparatur, sonst ist das doch für dich ein Pain in the A... bis Kolbingen und auch danach. Ist doch noch etwas Zeit...
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Bogenbas
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

Indie12 hat geschrieben: 16.06.2026, 09:12 Versuch doch noch die Reparatur, sonst ist das doch für dich ein Pain in the A... bis Kolbingen und auch danach. Ist doch noch etwas Zeit...
Da ich meinen alten Komposit sowieso für besser geeignet halte, werd ich die restliche Zeit in weitere Pfeile stecken und den Koreaner erst für nächstes Jahr reparieren.
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