Flightbogen und Flightpfeile für Kolbingen

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Chirurg
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Re: Flightbogen und Flightpfeile für Kolbingen

Beitrag von Chirurg »

Ich habe jetzt eine Schaftprototypen fertig, 4 fach gespeißter Bambusschaft in der Bauweise nach Karpovizc, wiegt bei 70cm Länge 15 Gramm, Mitte 5,5mm, nockseitig 4mm und Spitze 3mm, Durchbiegung bei 22 Zoll mit 2 Pfund 1,7cm, fühlt sich für die Nadel ziemlich steif an, der wird noch gekürzt, sollte dann mit Spitze, Nocke und Fanes unter 15 Gramm bleiben. Die Herstellung, weil ungeübt, ist noch ein bisschen eine Fummelei, aber das läßt sich verbessern.
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Rechts ist das Problem beim Flightschießen dargestellt, der Pfeil biegt sich durch die Stauuchung bei mediterranem Ablass zuerst zum Bogen, dann kommt Gegenbewegung um den Griff. Beim Flightschießen ist der Pfeil so schnell, dass diese Gegenbewegung zu spät kommt und sich der Bogen vom Griff nach links abstößt, daher sauberer Ablass, damit rollt die Sehne weniger nach rechts, steife Pfeile und damit weniger Stauchung, möglichts Centershot (was halt erlaubt ist)
Rechts ist das Problem beim Flightschießen dargestellt, der Pfeil biegt sich durch die Stauuchung bei mediterranem Ablass zuerst zum Bogen, dann kommt Gegenbewegung um den Griff. Beim Flightschießen ist der Pfeil so schnell, dass diese Gegenbewegung zu spät kommt und sich der Bogen vom Griff nach links abstößt, daher sauberer Ablass, damit rollt die Sehne weniger nach rechts, steife Pfeile und damit weniger Stauchung, möglichts Centershot (was halt erlaubt ist)
Die Nocke werde ich auch wie bei den osmanischen Pfeilen mit Bambus aufbauen, als Fanes werde ich mit Superkleber getränktes Papier verwenden, die Spitze aus Horn
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Re: Flightbogen und Flightpfeile für Kolbingen

Beitrag von Bogenbas »

Ich setzte den bau meiner Flightpfeile lieber auch hier fort.
Neumi hat geschrieben: 22.04.2026, 19:16 Mach die Messung zum Vergleich doch mal mit Auflagen-Abstand 22"
Also die 27" Pfeile biegen bei einem Auflagenabstand von 22":
2 Stück 7,5mm
1 Stück 8mm
1 Stück 8,5mm
1 Stück 9,5mm
Was schätzt du da als gutes Ziel für die Durchbiegung ein?
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Re: Flightbogen und Flightpfeile für Kolbingen

Beitrag von Neumi »

Chirurg hat geschrieben: 23.04.2026, 10:51 Beim Flightschießen ist der Pfeil so schnell, dass diese Gegenbewegung zu spät kommt .
Ich kann an meinen Pfeilen sehr genau erkennen, ob der Pfeil anschlägt, da die Flights bei Bogenkontakt deutlich sichtbare Schäden zeigen. Die Flights sind durch die Lackierung so hart bzw. die Lackierung aus Harz ist so hart und brüchig, dass ich auch kleinste Schäden erkennen kann.
Letztes Jahr hatte ich fast keine Bogenkontakte, lediglich 1 Flight war bei allen Pfeilen beschädigt. Der untere war beschädigt, weil ich offensichtlich den Nockpunkt falsch eingeschätzt hatte und die Pfeile nicht optimal abgehoben hatten. Da der Pfeil bis zum verlassen des Bogens noch nicht rotiert, müssten bei einem seitlichen Bogenkontakt beide Flights beschädigt sein, was ich bei Bogen mit breiteren Griffen schon hatte (in diesem Fall waren die oberen 1 - 2 mm der Flights beschädigt, letztes Jahr war es eine Einkerbung am Anfang des Flights).
Die deutlich zu weichen Pfeile hat es direkt beim Schuss zerrissen.
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...
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Re: Flightbogen und Flightpfeile für Kolbingen

Beitrag von Neumi »

Bogenbas hat geschrieben: 23.04.2026, 14:06 Was schätzt du da als gutes Ziel für die Durchbiegung ein?
Du peilst 60# an? Ich würde es mit 14 - 18 mm versuchen - iss nur eine grobe Schätzung, aber die Erfahrung mit meinen 26" Pfeilen deutet in diese Richtung.
Wie gesagt ist die Griffbreite ein sehr wichtiger Punkt, für mich der wichtigste. Je näher am Centershot, desto steifer darf der Pfeil sein.
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...
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Re: Flightbogen und Flightpfeile für Kolbingen

Beitrag von Bogenbas »

Neumi hat geschrieben: 23.04.2026, 14:22 Du peilst 60# an? Ich würde es mit 14 - 18 mm versuchen - iss nur eine grobe Schätzung, aber die Erfahrung mit meinen 26" Pfeilen deutet in diese Richtung.
Wie gesagt ist die Griffbreite ein sehr wichtiger Punkt, für mich der wichtigste. Je näher am Centershot, desto steifer darf der Pfeil sein.
Ja, 50-60#. Der Griff fällt bei mir recht breit aus. Liegt bei 28mm. Mit Wicklungen und so sinds dann wsl 30mm...
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Re: Flightbogen und Flightpfeile für Kolbingen

Beitrag von Bogenbas »

@Neumi: beziehst du die 14-18mm auf die 22" Auflagen?
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Re: Flightbogen und Flightpfeile für Kolbingen

Beitrag von Bogenbas »

Chirurg hat geschrieben: 23.04.2026, 10:51 Ich habe jetzt eine Schaftprototypen fertig, 4 fach gespeißter Bambusschaft in der Bauweise nach Karpovizc, wiegt bei 70cm Länge 15 Gramm, Mitte 5,5mm, nockseitig 4mm und Spitze 3mm, Durchbiegung bei 22 Zoll mit 2 Pfund 1,7cm, fühlt sich für die Nadel ziemlich steif an, der wird noch gekürzt, sollte dann mit Spitze, Nocke und Fanes unter 15 Gramm bleiben. Die Herstellung, weil ungeübt, ist noch ein bisschen eine Fummelei, aber das läßt sich verbessern.
Bei nur 5,5mm Durchmesser eine Durchbiegung von nur 17mm ist ne Ansage :o
Wie hast du beim Kleben sichergestellt dass der Pfeil gerade ist?
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