Koreanischer Kompositbogen Gakgung

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Bogenbas
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

Neumi hat geschrieben: 22.04.2026, 19:16 Mach die Messung zum Vergleich doch mal mit Auflagen-Abstand 22"
Welche Rohlinge hast du benutzt - die Durchbiegung scheint mir bei dem Gewicht der Pfeile und für die 26" Abstand der Auflagen, sehr gering zu sein.
Kann ich machen, wird dann hald nochmal deutlich weniger biegen.
Das sind Zedernschäfte mit Spine 60-65 und haben in der mitte noch immer einen Durchmesser von 11/32". Ich habe Maße von einem Flightpfeil mit 32" Länge, der an der Spitze 4mm und in der Mitte nur 8mm Durchmesser hat. Also ist durchaus plausibel dass die mittig noch deutlich dünner werden dürfen.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von benzi »

Nur um Dunkel ins Licht zu bringen:

Spine 60-65# hat bei 26" Auflage eine Durchbiegung von 10-11mm

Deine gemessene Durchbiegung von 14-15,5mm entspricht einem Spine von 43-47#

Liebe Grüße
Kleine Waldelfen, die versuchen, unter dem Bast Schneeflocken ins Holz zu schnitzen?.....🥰🧚‍♀️ Benedikt
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Neumi »

Bogenbas hat geschrieben: 22.04.2026, 19:45 Das sind Zedernschäfte mit Spine 60-65 und haben in der mitte noch immer einen Durchmesser von 11/32". Ich habe Maße von einem Flightpfeil mit 32" Länge, der an der Spitze 4mm und in der Mitte nur 8mm Durchmesser hat. Also ist durchaus plausibel dass die mittig noch deutlich dünner werden dürfen.
Dann haste da wohl klasse Holz, da würd ich mich über einen Link freuen 🙂👍
Ich hab nur Schäfte mit 40/45# gefunden. (+ bin ab und an wohl etwas unaufmerksam - meine Schäfte haben 5/16 🙄🤫)
Ich schätze mal, dass du so ca. auf 7,5-7,7 mm reduzieren kannst, vielleicht sogar noch weniger 💪
Zuletzt geändert von Neumi am 22.04.2026, 21:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von benzi »

Welches Zuggewicht strebst Du für den Koreaner auf 28" an?

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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Neumi »

Ich hatte mir mal ne Liste in metrisch übersetzt. Die Liste war in einem Artikel aus dem Journal #4 der SAA von 1961.
War ne Untersuchung von ich glaub ca. 80 Pfeilen 🤔
Osmanische Flightpfeile.pdf
(183.42 KiB) 15-mal heruntergeladen
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Neumi »

Den zugehörigen Artikel gibt's auch noch
Osmanische Flightpfeile - Artikel aus SAA Nr 4.pdf
(2.15 MiB) 16-mal heruntergeladen
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

benzi hat geschrieben: 22.04.2026, 20:21 Nur um Dunkel ins Licht zu bringen:

Spine 60-65# hat bei 26" Auflage eine Durchbiegung von 10-11mm

Deine gemessene Durchbiegung von 14-15,5mm entspricht einem Spine von 43-47#

Liebe Grüße
Die 14-15,5mm beziehen sich auf den bereits getapperten Pfeil. Der bestellte Rohschaft hatte einen Spine von 60-65#
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von benzi »

Das war mir klar!
Ich wollte nur verdeutlichen um wieviel Deine Material Reduktion Durchbiegung und Spine verringert hat

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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

Neumi hat geschrieben: 22.04.2026, 20:28 Ich hab nur Schäfte mit 40/45# gefunden. (+ bin ab und an wohl etwas unaufmerksam - meine Schäfte haben 5/16 🙄🤫)
Ja, dachte ich mir schon :D die 5/16 Schäfte gehen meist bis 40/45#.
Mal schaun wo ich mit dem Durchmesser noch hin komm. Vielleicht bestell ich sie dann nächstes mal auch in 5/16"
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

benzi hat geschrieben: 22.04.2026, 20:32 Welches Zuggewicht strebst Du für den Koreaner auf 28" an?
Schön wären so um die 50#, ich wäre aber auch zufrieden wenn er die erst auf 31" hätte. Mehr als 60# auf 31" könnten für mich problematisch werden.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von benzi »

Ich habe absolut keinen Plan von Flightschiessen und den Pfeilen dazu, aber nach langem experimentieren mit den Pfeilen bei Daumentechnik lagen meine Spinewerte deutlich höher als beim mediterranen Schießen...
Bei einem 50# Bogen und nem 31" Auszug wollte ich mindestens einen Spine von 55# das wären bei ner 26" Auflage 12mm Durchbiegung...

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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Bogenbas »

benzi hat geschrieben: 22.04.2026, 22:59 Bei einem 50# Bogen und nem 31" Auszug wollte ich mindestens einen Spine von 55# das wären bei ner 26" Auflage 12mm Durchbiegung...
Ja, da kommen nur 2 Faktoren (es sind sicher mehr als 2, aber so gut kenn ich mich ja auch noch nicht aus) dazu, und zwar das, auch wenn ich den Bogen 31" ziehen will, die Pfeile trotzdem nur 27" lang sind, und das, wie Chirurg mir kürzlich erklärt hat, der Spine nicht wie beim Scheiben schießen abgestimmt sein muss. Weil im wesentlichen Stimmt man den Spine beim Scheibeschießen so ab, dass der Pfeil quasi geradeaus fliegt. Beim Flightschießen ist es aber nicht so schlimm wenn der Pfeil nach rechts oder links abweicht. Da geht es eher darum, zu verhindern das der Pfeil zu stark hin und her wedelt. Soweit die Theorie. Wie man das in der Praxis hinbekommt ist mir noch unklar...
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von benzi »

Stimmt, aber das erreichst Du mit dem max Spine, meiner Erfahrung nach... ich habe gestern, inspiriert durch diesen Beitrag, Eure Diskussion zu Kolbingen nachgelesen und meine, dort ebenfalls gelesen zu haben, dass eine max Steifigkeit anstrebenswert sei...

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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Neumi »

Bogenbas hat geschrieben: 22.04.2026, 23:40Beim Flightschießen ist es aber nicht so schlimm wenn der Pfeil nach rechts oder links abweicht.
Das ist ein Trugschluss, da bei beiden Abweichungen gemessene Weite verloren geht. Stephan hatte das weiter oben schon erwähnt (Pythagoras). Seitliche Abweichungen bedeuten entweder, dass der Pfeil am Bogen anschlägt (zu steif) oder einen zu großen Bogen macht (zu weich) und länger schwingt.

Der Pfeil darf den Bogen nicht berühren, soll aber möglichst knapp am Bogen vorbei gehen. Also muss der Pfeil auf den Bogen abgestimmt sein. Da die Flights aber viel kleiner als die Federn von Scheibenpfeilen sind, muss der Pfeil nur einen deutlich geringeren Bogen um den Griffbereich machen, als bei Scheibenpfeilen. Ergo darf der Spine viel höher sein, was wiederum für möglichst wenig Schwingung notwendig ist.
Wenn zusätzlich der Griff sehr schmal ist (ich versuche mittlerweile höchstens 15 mm breite Griffe zu bauen oder eben Richtung Centershot zu gehen), darf der Spine nochmal höher sein. Wenn du aber die Spinetabellen benutzt, hast du nur die Info zum statischen Spine und keine Aussage zum dynamischen.
Ich denke, dass ein Rohschafttest gut wäre, nur ist die Wahrscheinlichkeit für enorme Pfeilverluste dabei sehr hoch und deswegen nicht empfehlenswert.
Am besten benutzt man Erfahrungswerte und schießt viele verschiedene Pfeile, um die besten zu finden.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung

Beitrag von Chirurg »

Ich denke, Flightpfeile neigen aufgrund der „Zartheit“ beim Bau immer dazu zu weich zu sein, die Spinewerttabellen stimmen gut für Schussgeschwindigkeiten um die 150 bis 180 fps, beim Flightschießen rechne ich bei einem guten Bogen mit 250 plus... fps, ein weicher Pfeil hat eine viel zu große Schwingungsamplitude um in der zweiten Gegenschwingung noch rechtzeitig um den Griff zu kommen (Archers Paradox), also ich versuche so steif wie möglich zu bauen, weil das ohnehin durch die „Zartheit“ der Flightpfeile limitiert ist. Mein bisher steifster Schaft, ist der laminierte, hohl gebaute Kiefernschaft, beim gespleißten Bambusschaft wären noch dickere Ausgangsschäfte von Vorteil, da habe ich Pfeilbambus (P. japonic.)aber der ist noch nicht geröstet.
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