Re: Hanfbacking auf Eichenbogen
Verfasst: 21.01.2008, 22:55
hallo zusammen,
ich habe mich vor einiger Zeit an einem Eichenbogen mit Hanfbacking probiert (um genau zu sein an 2 Bögen). Der erste war ein Bogen ca. 4,5cm Breit und 165cm lang. Das Zuggewicht lag bei 20# (28" Auszug). Der Bogen war garnicht so schlecht. Darauf hin baute ich eine 175cm lang mit ca. 50# bei 28' genau so breit. Das Ergebnis war unbefriedigend.
Der Bogen folgte nach jedem Abspannen mehr der Sehne.
Darauf hin fragte ich einen bekannten Schreiner, warum der Bogen nicht stehen bleibt, worauf dieser meinte, dass Eichenholz nicht Formstabil ist d.h. Eichenholz fließt immer weiter. Als Beispiel nannte er die alten Dachstühle in den Herrenhäusern. Die Dächer hängen durch. Vergleicht man diese mit Dächern aus Fichtenholz bleiben diese gerade (wenn sie nicht vom Holzbock aufgefressen wurden).
Als weitere Erschwernis beim Eichenholz kommt hinzu, dass du nur schwer Qualitativ hochwertiges Eichenholz bekommst. Das Problem hierbei ist, das der Frühholzanteil sehr hoch ist. Die Ringporen reichen oft versteckt in das Spätholz. Wenn das Auftritt wird das Holz spröde. Wenn das Spätholz dicht ist und das Frühholz nicht zu dick mach ich gerne aus Eiche Stiele für Hämmer oder Handbeile (ich gebe aber zu Hickory oder Esche ist besser).
Gruß Hubert.
Ach was ich noch sagen wollte.
Vielleicht hilft hier, dass Du Vorspannung mit in das Hanf einleimst, d.h. die Bogenenden leicht und vorsichtig mit einer Schnur zusammen ziehen, pass aber bei den stehenden Jahresringen auf, dass das dir nicht um die Ohren fliegt.
ich habe mich vor einiger Zeit an einem Eichenbogen mit Hanfbacking probiert (um genau zu sein an 2 Bögen). Der erste war ein Bogen ca. 4,5cm Breit und 165cm lang. Das Zuggewicht lag bei 20# (28" Auszug). Der Bogen war garnicht so schlecht. Darauf hin baute ich eine 175cm lang mit ca. 50# bei 28' genau so breit. Das Ergebnis war unbefriedigend.
Der Bogen folgte nach jedem Abspannen mehr der Sehne.
Darauf hin fragte ich einen bekannten Schreiner, warum der Bogen nicht stehen bleibt, worauf dieser meinte, dass Eichenholz nicht Formstabil ist d.h. Eichenholz fließt immer weiter. Als Beispiel nannte er die alten Dachstühle in den Herrenhäusern. Die Dächer hängen durch. Vergleicht man diese mit Dächern aus Fichtenholz bleiben diese gerade (wenn sie nicht vom Holzbock aufgefressen wurden).
Als weitere Erschwernis beim Eichenholz kommt hinzu, dass du nur schwer Qualitativ hochwertiges Eichenholz bekommst. Das Problem hierbei ist, das der Frühholzanteil sehr hoch ist. Die Ringporen reichen oft versteckt in das Spätholz. Wenn das Auftritt wird das Holz spröde. Wenn das Spätholz dicht ist und das Frühholz nicht zu dick mach ich gerne aus Eiche Stiele für Hämmer oder Handbeile (ich gebe aber zu Hickory oder Esche ist besser).
Gruß Hubert.
Ach was ich noch sagen wollte.
Vielleicht hilft hier, dass Du Vorspannung mit in das Hanf einleimst, d.h. die Bogenenden leicht und vorsichtig mit einer Schnur zusammen ziehen, pass aber bei den stehenden Jahresringen auf, dass das dir nicht um die Ohren fliegt.