Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Hölzer, Kleber, etc.
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Wazuka
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von Wazuka »

Wuhuu, die Anleitung für den Rattan-Bogen ist super, allerdings ist das schon ein recht komplexer Recurve. Für den Anfang wollte ich mich eigentlich noch nicht ans Biegen wagen. Krieg ich auch ohne Recurve ordentlich Bums (20+#) auf einen Manau? Z.B. wenn ich nicht flache Arme, sondern D-förmige tiller?
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AndiE
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von AndiE »

Hi

20-30# sollten schon möglich sein, ausser die schicken Dir eine super dünne Stange. (Viel) mehr ist dann nur mit einer dickeren Stange möglich und wie gesagt würde ich Dir dann eine mit Rinde empfehlen.
Die Rinde kannst Du bei schwächeren Bögen (bis ca. 25#) am Rücken machen, bei stärkeren (25-50#) als Bauch. Weit über 50# hält Manau auf Dauer nicht her wird aber sowieso schwierig werden an dies Wetre heran zu kommen (nur mit Manau).

MfG
Andi
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bowa
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von bowa »

Na 20+# klappen sicher auch ohne Recurves. Nimm nicht zu viel weg. Manau mit 20# ist um einiges dicker als "richtiges" Holz.
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt.
Die zehnte summt die Melodie von Tetris.
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von YeomanArcher »

Na klar kommst du auch mit Rattan über 20#! D-Profil müsste aber auch klappen.
Aaaaber: bau unbedingt einen recht kurzen (am besten mit RCs). Mein 58" 25# Marksman (Rattan-LB) hat nicht
gerade ne allzu tolle Wurfkraft, mein 54" 46# Rattanrecurve schon!
Fazit: kurz,stark, RCs (bei Rattan soll das nicht so schwer sein) :)

Gruß, Yeo

Viel Erfolg!
"I couldn't be a royal. It's like living in a supersonic goldfish bowl" Ozzy Osbourne
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Güssenjäger
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von Güssenjäger »

Also ich habe mittlerweile einen recht guten Draht zu unserem Stadtförster. Ich habe ihm einmal einen Gefallen getan, weil an unserem evangelischen Gemeindehaus in unserem Dorf eine Eibe gestört hat und ich habe mich schweren Herzens durchringen können, diese zu beseitigen !!! :D :D :D

Seither haben wir ein Top-Verhältnis und ich habe für ein recht großes Waldstück sozusagen einen "Frei-Säge-Schein" für alle Hasel die dort am Waldrand wachsen. Und dort hat es sehr viele und auch sehr schöne Hasel ! ;)

Gruß

Gerd
Viele Grüße
Gerd
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Wazuka
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von Wazuka »

Harhar, das mit der Eibe hätte mir auch unendlich weh getan. Leider kenn ich keinen Förster, aber das kann sich ja noch ändern :)

Die Manau-Stecken haben 131 cm, also ca. 51". Zu lang werde ich den Bogen also sicher nicht bauen. Soll ja auch für meinen 8-jährigen Sohn passen, der noch keine 130 cm groß ist. Zu wenig Zugkraft wäre nicht gut, denn seinen 16# Sportrecurve hab ich schnell auf 22# aufgebohrt, da er den 16 Pfünder immer weit hinters Ohr gezogen hat.

Kriegt man eigentlich brauchbare Zugwaagen im Baumarkt?
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AndiE
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von AndiE »

Hi

Wie hast Du den Recurve bitte aufgebohrt? Hä? Und wieso hatte der dann mehr Zuggewicht? Kapier ich nicht!
Zuggewichtsteigerung durch aufdrehen kenn ich, aber auch nur bei den Compounds.

Wenn dein Sohn den Bogen bis hinters Ohr ziehen konnte dann hat er entweder einen Monsterwachstumsschub gehabt oder ihr habt den Bogen viel zu klein gekauft!

Also beim nächsten Bogen gleich um einiges größer bauen, dann wächst der Bogen etwas mit deinem Sohn mit.

MfG
Andi
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Ravenheart
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von Ravenheart »

Wazuka hat geschrieben:Kriegt man eigentlich brauchbare Zugwaagen im Baumarkt?
Hmmmnnnnjjjjaaaaeeeinnn....

Manchmal als Sonderposten vielleicht!
Eher schon bei ebay (sonstige Sportarten / Bogenschießen)...

Achte auf folgendes:
1. Egal ob mechanisch oder elektronisch: Ein gezogenes Gewicht sollte fixiert angezeigt werden! Ich hab ne elektronische, die das NICHT hat, und das nervt, weil man "live" ablesen muss (und durch Zittern die Anzige sich zudem auch noch ständig ändert..)

2. Acht drauf, dass sie möglichst kg UND lb hat.

Ich hab ne Mechanische (mit rundem Querschnitt), die hat 2 Skalen und nen Stellring, der beim Ausziehen mitgenommen wird und damm beim Max. stehen bleibt. Die is schon gut...

Rabe
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Tom Tom
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von Tom Tom »

Oder schau mal bei Amazon nach Kofferwaage die tuns auch super und sind relativ billig

lg Tom Tom
Zeit ist eine durchaus relative Angelegenheit
ralph_hh
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von ralph_hh »

Ich hab ne billige Feder-Kofferwaage aus dem Baumarkt. Nur mit kg Skala. Wenn man am Tillerstock zieht kann man die bequem ablesen. Sie mag nicht präzise sein, aber um zu merken, ob man jetzt bei 17 oder 19kg angekommen ist, reicht das allemal. Und die Umrechnung in lbs (1kg = 2,2lbs) hat man im Kopf. Wenns genauer sein soll, setzt ich den Tillerstock auf die digitale Personenwaage mit 0,1kg Toleranz.

Was schon sinnvoller ist, ist sich das ganze so zu bauen, daß man das gefahrlos benutzen kann. Beim 1. Bogen hab ich mit der Waage am Tillerstock nach unten gezogen und der Tillerstock ist mir bei 40# weggerutscht und auf die Lippe geknallt. Also: Tillerstock beim messen fixieren.
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Wazuka
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von Wazuka »

@ Andi: mit dem saloppen Aufbohren meinte ich, daß ich die Wurfarme gegen stärkere ausgetauscht habe. Das geht bei den olympischen Leihbogendingern total einfach. Mit bohren hatte es nix zu tun ;-)

Danke für die Tips mit der Waage. Auch wenn ich Rabe zustimme, daß man sich eher was ordentliches zulegen sollte, werde ich es wohl fürs erste mit der vorgeschlagenen Kofferwaage probieren. Ich muß eh zum Baumarkt und schau mal, was ich so finde.

Wichtige Frage, da aktuell einigermaßen dringend:
Ich hab im letzten Eck meines Gartens einen Hollerbusch gefunden, der mir da noch gar nicht so bewußt war. Und der hatte doch tatsächlich einen brauchbaren Stave, so knappe 140 cm lang, am Fuß so um die 6-7 cm dick. Muß ihn evtl. noch ein wenig kürzen, da er am oberen Ende noch einen dämlichen Seitenast hat. Anyway. Zwecks Spalten, Versiegeln und Trocknen hätte ich noch ein paar Fragen, und zwar: Der Stave hat eine hübsche leichte Kurve, die man gut als Reflex nutzen könnte. Soll ich also so Spalten, daß die eine Hälfte dann reflex und die andere deflex wird? Soll/muß ich vor dem Trocknen entrinden? Schnittflächen versiegeln ist mir klar, aber sollte ich auch die Spaltfläche und/oder sogar den Rücken versiegeln? Wie lange kann ich den Stave unbearbeitet draußen (Terasse) liegen lassen? Ich muß ja erst mal zum Baumarkt und weiß nicht, ob ich das heute noch schaffe.
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von skinwalker »

Hallo,

wenn du in diesem Thread ab diesem Beitrag die folgenden Beiträge anschaust bzw. liest,
dann bekommst du auf alle deine Fragen eine Antwort :

http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 90#p373434

gruß
skinwalker
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von Vulkanier »

Bei 6cm (mit Rinde?) würde ich nicht mehr versuchen zu spalten.
Grobe Form raushauen, versiegeln (auch am Griff), trocknen lassen und spätestens Ostern kannst du den Bogen bauen.
Schau dir den verlinkten Saplingfred an, da ist einiges an Holunder dabei. ;)
Grüße vom Vulkan
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von Wazuka »

Super, danke für die Anleitung!

Hier mal Bilder vom Stave:
Kompletter Stave, 142 cm lang.
Kompletter Stave, 142 cm lang.
Seitliche Äste :(
Seitliche Äste :(
Schnittfläche unten, leider etwas unscharf. Durchmesser 5,5 cm.
Schnittfläche unten, leider etwas unscharf. Durchmesser 5,5 cm.
Wenn ich den Stave bis vor die Äste einkürze, dann wird er etwa 10 cm kürzer. Soll ich machen oder nicht? Da in dem Bereich ja eh nur die Tips sind, dürften die Äste nicht so sehr stören, oder?

@ Vulkanier: nicht mehr Spalten? Und was mach ich dann mit dem weichen Kanal?
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bowa
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Re: Übungs-Stave für ersten eigenen Bogen gesucht

Beitrag von bowa »

Wazuka hat geschrieben:
@ Vulkanier: nicht mehr Spalten? Und was mach ich dann mit dem weichen Kanal?

Den lässt du drin ;) Kratz das Mark raus und gut.
Guck mal bei dem Saplingturnier, das sind einige Holler Bögen und die Markkanäle sieht man da auch gut.
Kannst den ggf. auch mit anderem Holz verfüllen.
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