Unterstützung für Esche III
Re: Unterstützung für Esche III
Die Biegerei mit der HLP an kompletten Staves wurde eigentlich erst vor relativ kurzer Zeit hier im Forum aktuell und mutiert langsam zum Wundermittel.
Wahrscheinlich als Folge des Artikels übers Tempern in der TBB 4. Da hat mans gelesen, probiert und für gut befunden.
Mit Dampf richten führt bei Esche seltener zu Gummiholz, als z. B. bei Ahorn.
Allerdings richtest du ja in die "falsche" Richtung, weil du den Bogen verdichtest. Das reduziert die Gummigefahr weiter.
Recurves mit Dampf gebogen oder Reflex gedämpfte Staves verlieren dagegen meistens einen Teil oder auch die gesamte Biegung wieder.
Tempern mit der HLP kann man später immer noch, ggf. dann beide Arme. Das soll bei Esche durchaus gut gehen, allerdings erhöht sich auch immer die Gefahr der Versprödung des Bogenbauchs und damit des Kollabierens der Holzzellen.
Ein mit der HLP bearbeiteter Bogen sollte m. E. mindestens 1 Woche wieder aklimatisiert werden, bei Dampf muss die Feuchtigkeit wieder raus, das kann einige Wochen dauern.
Wie du im Ergebnis tust, musst du alleine entscheiden. Wahrscheinlich funktionieren alle Methoden wenn man es richtig macht (HLP, Dampf, Ignorieren), und so hat eben jeder seine Vorlieben...
Wahrscheinlich als Folge des Artikels übers Tempern in der TBB 4. Da hat mans gelesen, probiert und für gut befunden.
Mit Dampf richten führt bei Esche seltener zu Gummiholz, als z. B. bei Ahorn.
Allerdings richtest du ja in die "falsche" Richtung, weil du den Bogen verdichtest. Das reduziert die Gummigefahr weiter.
Recurves mit Dampf gebogen oder Reflex gedämpfte Staves verlieren dagegen meistens einen Teil oder auch die gesamte Biegung wieder.
Tempern mit der HLP kann man später immer noch, ggf. dann beide Arme. Das soll bei Esche durchaus gut gehen, allerdings erhöht sich auch immer die Gefahr der Versprödung des Bogenbauchs und damit des Kollabierens der Holzzellen.
Ein mit der HLP bearbeiteter Bogen sollte m. E. mindestens 1 Woche wieder aklimatisiert werden, bei Dampf muss die Feuchtigkeit wieder raus, das kann einige Wochen dauern.
Wie du im Ergebnis tust, musst du alleine entscheiden. Wahrscheinlich funktionieren alle Methoden wenn man es richtig macht (HLP, Dampf, Ignorieren), und so hat eben jeder seine Vorlieben...
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
- acker
- Global Moderator

- Beiträge: 10951
- Registriert: 07.03.2008, 17:04
- Hat gedankt: 8 Mal
- Hat Dank erhalten: 4 Mal
Re: Unterstützung für Esche III
Wir müssen unterscheiden zwischen tempern und richten mit der HLP
Tempern mit der Hlp :
Der Bogen wird vom Bauch her auf Tiefe "geröstet " -> einwirkende Hitze deutlich über 100 °C
Bei so einer Behandlung wird die HLP im ca 20 cm Abstand ( variert je nach Leistung ) lange auf einen kurzen abschnitt des Bauches gehalten .
Dieses hat zu Folge das das Holz sehr tief mit hoher Hitze behandelt wird.
Das Holz nimmt dabei eine Schokobraune Farbe an.
Dieses Tempern wird nach dem Tillern vorgenommen oder uU während dessen.
Der Ziel ist eine höhere Druckfestigkeit und mehr Zuggewicht zu erreichen.
Wer es genauer wissen möchte , Tempern in die Sufu eingeben dort finden sich entsprechende threads wo alles haarklein erklärt ist.
Richten mit der HLP :
Um einen Bogen / Rohling mit der HLP zu richten wird dieser mit der Hlp genau so wie beim Dämpfen mit Wasserdampf auf eine "biegsame " Temperatur gebracht , diese ist im Bereich des Wasserdampfes anzusiedeln dürfte aber auch nach der Dichte der Holzart varieren.
Hier reden wir über Temperaturen von um 100°C +-
Mit der Hlp wird nur soviel Wärme in den Bogen gebracht das sich das Holz verformen lässt -> eine Verfestigung wie beim Tempern ist ja nicht erwünscht.
Im Normalfall tritt keine Verfärbung auf .
Gruß acker
Tempern mit der Hlp :
Der Bogen wird vom Bauch her auf Tiefe "geröstet " -> einwirkende Hitze deutlich über 100 °C
Bei so einer Behandlung wird die HLP im ca 20 cm Abstand ( variert je nach Leistung ) lange auf einen kurzen abschnitt des Bauches gehalten .
Dieses hat zu Folge das das Holz sehr tief mit hoher Hitze behandelt wird.
Das Holz nimmt dabei eine Schokobraune Farbe an.
Dieses Tempern wird nach dem Tillern vorgenommen oder uU während dessen.
Der Ziel ist eine höhere Druckfestigkeit und mehr Zuggewicht zu erreichen.
Wer es genauer wissen möchte , Tempern in die Sufu eingeben dort finden sich entsprechende threads wo alles haarklein erklärt ist.
Richten mit der HLP :
Um einen Bogen / Rohling mit der HLP zu richten wird dieser mit der Hlp genau so wie beim Dämpfen mit Wasserdampf auf eine "biegsame " Temperatur gebracht , diese ist im Bereich des Wasserdampfes anzusiedeln dürfte aber auch nach der Dichte der Holzart varieren.
Hier reden wir über Temperaturen von um 100°C +-
Mit der Hlp wird nur soviel Wärme in den Bogen gebracht das sich das Holz verformen lässt -> eine Verfestigung wie beim Tempern ist ja nicht erwünscht.
Im Normalfall tritt keine Verfärbung auf .
Gruß acker
Zuletzt geändert von acker am 14.07.2010, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
Re: Unterstützung für Esche III
Dein Wort in Gottes Ohr und in dem der HLP.
Ich hab das mit dem verfärbungsfreien Richten noch nie geschafft, ausser bei wirklich dünnen Leisten, z. B. 4 mm Nussbaum oder 3 mm Bambus.
Ich hab das mit dem verfärbungsfreien Richten noch nie geschafft, ausser bei wirklich dünnen Leisten, z. B. 4 mm Nussbaum oder 3 mm Bambus.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
- acker
- Global Moderator

- Beiträge: 10951
- Registriert: 07.03.2008, 17:04
- Hat gedankt: 8 Mal
- Hat Dank erhalten: 4 Mal
Re: Unterstützung für Esche III
Hm, ich wedel mit der Hlp über die zu richtende stelle und erhitze sie nicht punktuell.
Wenn es möglich ist, hat es sich auch als sehr praktisch herausgestellt den zu richtenden Bereich schon Kalt in Form zu pressen und festzwingen , anschliessend mit der Hlp erwärmen .
Geht aber nur wenn der Rohling schon recht gut in Form ist und schon biege freundlich ist.
Gruß acker
Wenn es möglich ist, hat es sich auch als sehr praktisch herausgestellt den zu richtenden Bereich schon Kalt in Form zu pressen und festzwingen , anschliessend mit der Hlp erwärmen .
Geht aber nur wenn der Rohling schon recht gut in Form ist und schon biege freundlich ist.
Gruß acker
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
- Heidjer
- Global Moderator

- Beiträge: 6893
- Registriert: 16.08.2006, 22:00
- Hat gedankt: 16 Mal
- Hat Dank erhalten: 12 Mal
Re: Unterstützung für Esche III
Wie acker und Squid schon schrieben kann man Holz biegen wenn es gelingt das Holz auf etwa 100° Grad Celsius zu bekommen. Die Schwierigkeit bei der HLP liegt darin den Kern des Holzes auf diese Temperatur zu bekommen ohne die äußeren Schichten zu verbrennen. ;)
Was noch recht gut funktioniert ist Rotlicht, nicht das von der Ampel sondern die Infrarot Wärmelampen. Die Wärme geht recht tief rein ohne die Oberfläche zu verbrennen und man muß nicht die ganze Zeit mit etwas herumwedeln. In 10 bis 15 Minuten ist das Holz auf Temperatur und man braucht nicht unbedingt daneben stehen, 2 bis 3 mal wenden reicht.
Gruß Dirk
Was noch recht gut funktioniert ist Rotlicht, nicht das von der Ampel sondern die Infrarot Wärmelampen. Die Wärme geht recht tief rein ohne die Oberfläche zu verbrennen und man muß nicht die ganze Zeit mit etwas herumwedeln. In 10 bis 15 Minuten ist das Holz auf Temperatur und man braucht nicht unbedingt daneben stehen, 2 bis 3 mal wenden reicht.
Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
- Firestormmd
- Forenlegende

- Beiträge: 3528
- Registriert: 03.07.2007, 11:19
Re: Unterstützung für Esche III
Jetzt mal ganz blöd gefragt: Könnte man den Rohling nicht auch eine Stunde in die Sauna legen, um ihn dann zu richten?
Ich vermute mal, dass die Feuchtigkeit in der normalen finnischen Sauna recht hoch ist, in einer Erdsauna (die mit Kaminfeuer) recht niedrig. Hat damit schon mal jemand Erfahrung gemacht? Da könnte man den Bogen auf jeden Fall recht gleichmäßig auf Temperatur bringen.
Grüße, Marc
Ich vermute mal, dass die Feuchtigkeit in der normalen finnischen Sauna recht hoch ist, in einer Erdsauna (die mit Kaminfeuer) recht niedrig. Hat damit schon mal jemand Erfahrung gemacht? Da könnte man den Bogen auf jeden Fall recht gleichmäßig auf Temperatur bringen.
Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
- blauairliner
- Full Member

- Beiträge: 128
- Registriert: 16.02.2009, 21:32
Re: Unterstützung für Esche III
@Firestormmd
die Gesichter von den Leuten möchte ich sehen, wenn da einer mit einem Bogenrohling in der Sauna erscheint.
@Dirk
auch meine Meinung, da Holz sollte vor dem Biegen bis ins inner erwärmt werden, deshalb wird beim Dämpfen die Biegestelle auch ca. 30-40 Minuten im Dampf belassen, damit die Wärme bis ins innere vordringen kann, oder?
Die Lösung mit der Wärmelampe finde gut, muss mal nachschauen ob ich noch eine find
Bei welchem Holz hast du die Wärmelampe verwendet?
Gruß
die Gesichter von den Leuten möchte ich sehen, wenn da einer mit einem Bogenrohling in der Sauna erscheint.
@Dirk
auch meine Meinung, da Holz sollte vor dem Biegen bis ins inner erwärmt werden, deshalb wird beim Dämpfen die Biegestelle auch ca. 30-40 Minuten im Dampf belassen, damit die Wärme bis ins innere vordringen kann, oder?
Die Lösung mit der Wärmelampe finde gut, muss mal nachschauen ob ich noch eine find
Bei welchem Holz hast du die Wärmelampe verwendet?
Gruß
- blauairliner
- Full Member

- Beiträge: 128
- Registriert: 16.02.2009, 21:32
Re: Unterstützung für Esche III
Hallo zusammen,
hab an Esche 3 nun etwas weitergemacht. Den Reflex habe ich mit einer HLP begradigt. Bin nun beim Tillern auf 45# bei 5" Standhöhe, dabei bemerke ich das der Griff sich etwas verdreht beim aufziehen. Muß an Wurfarm mit der Schlangenform liegen. Die Sehne geht auch nicht durch die Griffmitte ( siehe rote Linie).
Nun meine Frage: Wo und wie soll ich die Wurfarme biegen, damit die Sehne durch die Griffmitte geht (gelbe Linie) ich würde die HLP wieder nehmen, das hat gut geklappt beim Reflex-Arm. Aber nun habe ich eine andere Biegerichtung und somit einen anderenen Querschnitt (hochkant), werden dadurch die Fasern nicht zu sehr beansprucht beim Korrektur-Biegen?
Was meint ihr zum Tiller, kann ich so weitermachen?
Der Bogen hat noch eine Länge von ca. 72" und soll 45# bei 29" Auszug haben
Die Bogenarme haben am Griff und halbe Armlänge eine Breite von 46mm und an den Tips 18mm.
Die Länge werd ich noch auf 70" reduzieren ich brauch aber noch ein bisschen Spielraum.
Gruß
hab an Esche 3 nun etwas weitergemacht. Den Reflex habe ich mit einer HLP begradigt. Bin nun beim Tillern auf 45# bei 5" Standhöhe, dabei bemerke ich das der Griff sich etwas verdreht beim aufziehen. Muß an Wurfarm mit der Schlangenform liegen. Die Sehne geht auch nicht durch die Griffmitte ( siehe rote Linie).
Nun meine Frage: Wo und wie soll ich die Wurfarme biegen, damit die Sehne durch die Griffmitte geht (gelbe Linie) ich würde die HLP wieder nehmen, das hat gut geklappt beim Reflex-Arm. Aber nun habe ich eine andere Biegerichtung und somit einen anderenen Querschnitt (hochkant), werden dadurch die Fasern nicht zu sehr beansprucht beim Korrektur-Biegen?
Was meint ihr zum Tiller, kann ich so weitermachen?
Der Bogen hat noch eine Länge von ca. 72" und soll 45# bei 29" Auszug haben
Die Bogenarme haben am Griff und halbe Armlänge eine Breite von 46mm und an den Tips 18mm.
Die Länge werd ich noch auf 70" reduzieren ich brauch aber noch ein bisschen Spielraum.
Gruß
- Galighenna
- Forenlegende

- Beiträge: 8836
- Registriert: 19.07.2004, 21:59
Re: Unterstützung für Esche III
Also so wie ich das sehe geht die Rote Linie GENAU durch den Griff... Wenn sie doch ein kleines bischen von der Mitte abweicht, nimmst du einfach den WA nach oben, so dass die Sehne mehr zu der Seite neben der Mitte läuft, wo später der Pfeil am Griff anliegt...
Das kann dann so bleiben...
Das kann dann so bleiben...
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
- blauairliner
- Full Member

- Beiträge: 128
- Registriert: 16.02.2009, 21:32
Re: Unterstützung für Esche III
hi galighenna,
danke für die Antwort,
ist es denn nicht wichtig die Sehne durch die Griffmitte gehen zu lassen? Hab nochmals nachgemessen es sind ca. 12mm.
Woher kommt dann der Dreher im Griff beim spannen der Sehne?
Hätte gern mal versucht den Wurfarm nach links bzw. rechts mit Hitze zu biegen, hab aber hier keine Erfarungsberichte gefunden.
Ich habe Bedenken das der Bogen an dieser Stelle brechen könnte, aber was soll's, werd es einfach mal versuchen, hab ja noch einige Esche-Stämmchen zum testen im Keller.
danke für die Antwort,
ist es denn nicht wichtig die Sehne durch die Griffmitte gehen zu lassen? Hab nochmals nachgemessen es sind ca. 12mm.
Woher kommt dann der Dreher im Griff beim spannen der Sehne?
Hätte gern mal versucht den Wurfarm nach links bzw. rechts mit Hitze zu biegen, hab aber hier keine Erfarungsberichte gefunden.
Ich habe Bedenken das der Bogen an dieser Stelle brechen könnte, aber was soll's, werd es einfach mal versuchen, hab ja noch einige Esche-Stämmchen zum testen im Keller.
- Firestormmd
- Forenlegende

- Beiträge: 3528
- Registriert: 03.07.2007, 11:19
Re: Unterstützung für Esche III
@Blauairliner: Du wolltest ja meine Erfahrung beim Richten des WA hören. Schau dir mal das folgende Bild an:

Ich habe bisher nur die Biegung auf der äußerst rechten Seite um wenige Milimeter gerichtet. Der WA macht da eine schöne Biegung. Dabei habe ich den Tip zwischen 2 Holzklötzchen eingeklemmt, sodass der ganze Stave frei schwebte. Dann mit der HLP die letzten 10cm vorsichtig erwärmt und am anderen Ende gemessen, wie weit sich der Tip biegt. Nach 2cm Biegung durch das Eigengewicht habe ich aufgehört. Also der andere Tip ist 2cm nach unten gegangen. Wieviel er davon jetzt noch hat, kann ich leider nicht sagen, da meine "Konstruktion" leider wieder abgebaut ist. Etwas ist auf jeden Fall auch nach dem Tillern geblieben. Allerdings muss ich wohl noch mehr Begradigen, weil die Sehne ca. 2-3cm seitlich am Griff vorbeiläuft. Dafür werde ich den Bogen aber im Griffbereich mit der HLP biegen, weil mir das an den Tips zu unsicher ist. Mein Griff ist steif und braucht später keine Biegung verrichten. Ich glaube da ist eine Begradigung unproblematischer, als in einem arbeitenden Wurfarm. Der Bereich an den Tips hat bei mir aber auch nur 10mm Breite. Da ging das recht einfach. Wenn der WA in der Mitte aber 4cm breit ist, könnte es vielleicht schwieriger werden.
Denke aber daran, dass Esche nicht gleich Eberesche ist. Meine Erfahrungen auf Biegen mit der HLP beziehen sich wirklich nur auf einen Versuch bei Vogelbeere.
Bei dir ist die rote Linie eigentlich nicht sehr weit aus der Mitte. Das sind doch nur ein paar Milimeter. Einen Sehne, die etwas aus der Mitte läuft, und zwar in Richtung wo der Pfeil später liegt, ist doch nicht problematisch. Das hat Galighenna ja auch schon geschrieben. Ich würde an deiner Stelle erstmal den Griffbereich in der Breite herausarbeiten. Auf deinem Bild ist er noch genau so breit, wie der restliche WA, ca. 4,5cm. Mach den Griff gleichmäßig von links und rechts schmaler, ca. 2,5cm, lass ihn aber in der Dicke so, wie er ist. Dann mißt du genau nach, wo die Sehne sich dann befindet. Wenn sie sich noch im Holz befindet, würde ich es so lassen. Die Tips würde ich auch noch etwas schmaler machen, so auf ca. 12mm. Da hast du noch recht viel Material.
Die Verdrehung des Griffe kommt vielleicht nicht von der Schlangenform, sondern von ansich verdrehenden Wurfarmen. Du solltest mal bei deinen 5" Standhöhe über die Wurfarme peilen, ob die sich nicht verdehen. Die Tips sind dann nicht waagerecht, sondern neigen sich in eine bestimmte Richtung. Wenn ja musst du beim weiteren Tillern auf der richtigen Seite Holz wegnehmen, um die Drehung zu reduzerien.
Grüße, Marc
bedenke, ich bin selbst noch blutiger Anfänger!

Ich habe bisher nur die Biegung auf der äußerst rechten Seite um wenige Milimeter gerichtet. Der WA macht da eine schöne Biegung. Dabei habe ich den Tip zwischen 2 Holzklötzchen eingeklemmt, sodass der ganze Stave frei schwebte. Dann mit der HLP die letzten 10cm vorsichtig erwärmt und am anderen Ende gemessen, wie weit sich der Tip biegt. Nach 2cm Biegung durch das Eigengewicht habe ich aufgehört. Also der andere Tip ist 2cm nach unten gegangen. Wieviel er davon jetzt noch hat, kann ich leider nicht sagen, da meine "Konstruktion" leider wieder abgebaut ist. Etwas ist auf jeden Fall auch nach dem Tillern geblieben. Allerdings muss ich wohl noch mehr Begradigen, weil die Sehne ca. 2-3cm seitlich am Griff vorbeiläuft. Dafür werde ich den Bogen aber im Griffbereich mit der HLP biegen, weil mir das an den Tips zu unsicher ist. Mein Griff ist steif und braucht später keine Biegung verrichten. Ich glaube da ist eine Begradigung unproblematischer, als in einem arbeitenden Wurfarm. Der Bereich an den Tips hat bei mir aber auch nur 10mm Breite. Da ging das recht einfach. Wenn der WA in der Mitte aber 4cm breit ist, könnte es vielleicht schwieriger werden.
Denke aber daran, dass Esche nicht gleich Eberesche ist. Meine Erfahrungen auf Biegen mit der HLP beziehen sich wirklich nur auf einen Versuch bei Vogelbeere.
Bei dir ist die rote Linie eigentlich nicht sehr weit aus der Mitte. Das sind doch nur ein paar Milimeter. Einen Sehne, die etwas aus der Mitte läuft, und zwar in Richtung wo der Pfeil später liegt, ist doch nicht problematisch. Das hat Galighenna ja auch schon geschrieben. Ich würde an deiner Stelle erstmal den Griffbereich in der Breite herausarbeiten. Auf deinem Bild ist er noch genau so breit, wie der restliche WA, ca. 4,5cm. Mach den Griff gleichmäßig von links und rechts schmaler, ca. 2,5cm, lass ihn aber in der Dicke so, wie er ist. Dann mißt du genau nach, wo die Sehne sich dann befindet. Wenn sie sich noch im Holz befindet, würde ich es so lassen. Die Tips würde ich auch noch etwas schmaler machen, so auf ca. 12mm. Da hast du noch recht viel Material.
Die Verdrehung des Griffe kommt vielleicht nicht von der Schlangenform, sondern von ansich verdrehenden Wurfarmen. Du solltest mal bei deinen 5" Standhöhe über die Wurfarme peilen, ob die sich nicht verdehen. Die Tips sind dann nicht waagerecht, sondern neigen sich in eine bestimmte Richtung. Wenn ja musst du beim weiteren Tillern auf der richtigen Seite Holz wegnehmen, um die Drehung zu reduzerien.
Grüße, Marc
bedenke, ich bin selbst noch blutiger Anfänger!
- blauairliner
- Full Member

- Beiträge: 128
- Registriert: 16.02.2009, 21:32
Re: Unterstützung für Esche III
Hi Mark,
danke für deine Erklärungen. Ich hab wirklich einen kleinen Dreher im WA, genau im dem, mit der S-Form.
Den Griff habe ich nun auch schon herausgearbeitet und festgestellt dass die Sehne noch leicht die Griffkante berührt.
Ich werde noch etwas weiter Tillern und sehen wie der Bogen sich verhält und dabei natürlich die Verdrehung beachten.
Vermutlich werde ich den Bogen auch im Griffbereich mit der HLP biegen, wenn nötig, weil mir das an den Tips und in der Mitte der WA auch zu unsicher ist, deshalb habe ich hier mal nachgefragt.
Ich werde weiterberichten...
Gruß Günter
danke für deine Erklärungen. Ich hab wirklich einen kleinen Dreher im WA, genau im dem, mit der S-Form.
Den Griff habe ich nun auch schon herausgearbeitet und festgestellt dass die Sehne noch leicht die Griffkante berührt.
Ich werde noch etwas weiter Tillern und sehen wie der Bogen sich verhält und dabei natürlich die Verdrehung beachten.
Vermutlich werde ich den Bogen auch im Griffbereich mit der HLP biegen, wenn nötig, weil mir das an den Tips und in der Mitte der WA auch zu unsicher ist, deshalb habe ich hier mal nachgefragt.
Ich werde weiterberichten...
Gruß Günter
- blauairliner
- Full Member

- Beiträge: 128
- Registriert: 16.02.2009, 21:32
Re: Unterstützung für Esche III
Irgendwie lösen sich manche Probleme wie von selbst.
Nun habe ich, wie von Firestormmd empfohlen, die Tips etwas schmaler gemacht und den Griff grob herausgearbeitet, Breite 3,5cm und Tiefe von ca. 6cm , da hat sich die Sehne schon mehr zur Mitte bewegt, man muss nur warten, die Ratschläge befolge und alles ist gut.
Bitte schaut euch noch bitte den jetzigen Stand von Esche III an (45# bei Standhöhe 6"), kann ich so weitermachen oder wo soll er sich mehr biegen?
Dank euch für die Unterstützung.
Gruß
Nun habe ich, wie von Firestormmd empfohlen, die Tips etwas schmaler gemacht und den Griff grob herausgearbeitet, Breite 3,5cm und Tiefe von ca. 6cm , da hat sich die Sehne schon mehr zur Mitte bewegt, man muss nur warten, die Ratschläge befolge und alles ist gut.
Bitte schaut euch noch bitte den jetzigen Stand von Esche III an (45# bei Standhöhe 6"), kann ich so weitermachen oder wo soll er sich mehr biegen?
Dank euch für die Unterstützung.
Gruß
- Galighenna
- Forenlegende

- Beiträge: 8836
- Registriert: 19.07.2004, 21:59
Re: Unterstützung für Esche III
Also ich denke so wie er aussieht ist der Tiller gut. Nun musst du nur noch genauso weitermachen. Du bist auf dem richtigen Weg! 
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
- Firestormmd
- Forenlegende

- Beiträge: 3528
- Registriert: 03.07.2007, 11:19
Re: Unterstützung für Esche III
Dem kann ich nur beipflichten, sieht sehr gut aus!
Schön langsam weitermachen, Sehne kürzen und immer den Tiller kontrollieren. Wenn du ihn jetzt auf Standhöhe mit der kurzen Sehne bringst, wird sich der Tiller wieder etwas verschieben. Das vorsichtig korrigieren und es wird ein schöner Bogen draus! Ich würde auf 50# ziehlen. Nach dem Schleifen und Einschießen kommt er bestimmt bei 45# raus.
Grüße, Marc
wenn ich meine Ratschläge nur selbst immer beachten würde, sähen meine Bogen auch viel besser aus.
Schön langsam weitermachen, Sehne kürzen und immer den Tiller kontrollieren. Wenn du ihn jetzt auf Standhöhe mit der kurzen Sehne bringst, wird sich der Tiller wieder etwas verschieben. Das vorsichtig korrigieren und es wird ein schöner Bogen draus! Ich würde auf 50# ziehlen. Nach dem Schleifen und Einschießen kommt er bestimmt bei 45# raus.
Grüße, Marc
wenn ich meine Ratschläge nur selbst immer beachten würde, sähen meine Bogen auch viel besser aus.