Schon wieder eine Anfängerfrage, aber es beschäftigt mich schon einige Zeit, was man mit einem Bogen nach einem Trockenschuss tun oder lassen soll. Die Radlerkollegen im Verein sind der Meinung, dass sie ihre Hi-Tech-Bögen danach wegwerfen können, was ich mit meinen Recurve jedoch nicht machen möchte.
Mich würde eure Meinung zu diesem Thema interessieren, falls es darüber bereits eine Diskussion gab, dann wäre ich über den entsprechenden Link sehr froh.
Vielen Dank euer grübelnder
MaxwellSmart
Was tun nach einem Trockenschuss?
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MaxwellSmart
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Steinmann
Bei modernen Bogen, also Mehrteilern, glasbelegte Einteiler, ist ein Trockenschuß nicht unbedingt ein Todesurteil. Sicherlich wird der Bogen dadurch belastet und Du solltest den Bogen auf Delaminierung oder irgendwelche Beschädigungen untersuchen. Findest Du nichts sichtbares kannst Du ihn m.E. nach unbedenklich weiterschießen.
- Ravenheart
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Hallo erstmal bei F.C. Maxwell
Ich kann dazu nur meine Erfahrung mit Trockenschüssen wiedergeben und stimme Rabe zu.
Meinem laminierten Glaslongbow (45#) habe ich mal 2 Trockenschuss kurz hintereinander verpasst. War auf etwas weitere Nocken umgestiegen, die Finger beim Auszug wohl etwas zu Fest um den Pfeil geklemmt und diesen somit unbemerkt von der Sehne gelöst. Release - *Knall* - *Rüttel*
Ich hatte daraufhin dieselben Bedenken wie du, habe dem Fachmann meines Vertrauens gemailt, der meinte auch: solange keine sichtbaren Schäden entstanden sind und nichts rumknackst o. ä. hat der Bogen es wohl unbeschadet überstanden .... also einfach weiter schießen.
Nebenbei: Wenn ich mir so einen compound bow ansehe denke ich, der muss einen Trockenschuss doch viel eher verkraften als ein hölzerner, allein schon aufgrund des Materials. FITAner erzählen manchmal die komischsten Sachen; Mich wollte kürzlich tatsächlich einer unbedingt davon überzeugen, ein paralleler Stand wäre prinzipiell falsch :tsktsk
In diesem Sinne ... alle ins kill
Ich kann dazu nur meine Erfahrung mit Trockenschüssen wiedergeben und stimme Rabe zu.
Meinem laminierten Glaslongbow (45#) habe ich mal 2 Trockenschuss kurz hintereinander verpasst. War auf etwas weitere Nocken umgestiegen, die Finger beim Auszug wohl etwas zu Fest um den Pfeil geklemmt und diesen somit unbemerkt von der Sehne gelöst. Release - *Knall* - *Rüttel*
Ich hatte daraufhin dieselben Bedenken wie du, habe dem Fachmann meines Vertrauens gemailt, der meinte auch: solange keine sichtbaren Schäden entstanden sind und nichts rumknackst o. ä. hat der Bogen es wohl unbeschadet überstanden .... also einfach weiter schießen.
Nebenbei: Wenn ich mir so einen compound bow ansehe denke ich, der muss einen Trockenschuss doch viel eher verkraften als ein hölzerner, allein schon aufgrund des Materials. FITAner erzählen manchmal die komischsten Sachen; Mich wollte kürzlich tatsächlich einer unbedingt davon überzeugen, ein paralleler Stand wäre prinzipiell falsch :tsktsk
In diesem Sinne ... alle ins kill
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Holzbogenbauer
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- Registriert: 22.03.2005, 13:42
Ich hab auch schon so manchen Schuss ohne Pfeil hinter mir und alle haben es ohne Schaden überstanden. Bei Holzbögen meine ich, ist die Gefahr geringer, da das Material doch etwas weicher ist und nicht so spröde wie Glas oder Carbon. Wenn die Energie auf den Bogen übergeht, hängt die Bruchgefahr wohl vom Limit des Gebauten Bogens ab. Ist der Bogen schon bei Länge, Material und Zuggewicht an der Grenze zum Bruch, dann kann es haarig werden. Etwas Energie geht beim Schuß immer auf den Bogen über, denn 100 % Wirkungsgrad gibt es beim Holzbogen nicht und beim Glas noch nicht.
Was dagegen tun? niemals einem nichtwissendembogenschiessenderweiseindividiuum deinen Bogen in die Hand geben ist schon die größte Schadenbegrenzung. Ansonsten Nocken der Pfeile mit Wicklung absichern und beim einnocken immer nachschauen, das Pfeil auch auf der Sehne fest aufliegt. Jaja ist mir auch schon passiert, Pfeil fällt runter und die Sehne surrt :bash
Was dagegen tun? niemals einem nichtwissendembogenschiessenderweiseindividiuum deinen Bogen in die Hand geben ist schon die größte Schadenbegrenzung. Ansonsten Nocken der Pfeile mit Wicklung absichern und beim einnocken immer nachschauen, das Pfeil auch auf der Sehne fest aufliegt. Jaja ist mir auch schon passiert, Pfeil fällt runter und die Sehne surrt :bash
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MaxwellSmart
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- Registriert: 23.11.2005, 18:39
Pfeilbücker
Vielen Dank für eure Antworten.
Somit dürfte es reichen, wenn ich mich beim Pfeilaufheben schäme und den Bogen genau kontrolliere. Es ist schon beruhigend, dass die Bögen Anfängerfehler verzeihen, ansonsten wäre es ein teures Hobby.
Euer nunetwasberuhigter
MaxwellSmart 8-)
Somit dürfte es reichen, wenn ich mich beim Pfeilaufheben schäme und den Bogen genau kontrolliere. Es ist schon beruhigend, dass die Bögen Anfängerfehler verzeihen, ansonsten wäre es ein teures Hobby.
Euer nunetwasberuhigter
MaxwellSmart 8-)
Tiroler Uhu gr??t steirische Eiche
Der Trockenschuß kann den Bogen fetzen, muß aber nicht... am empfindlichsten sind die reinen Holzbögen. Moderne Recurves & Glasfiberbelegte Bögen sind da härter im nehmen. Meine Reiterbögen müssen öfters mal Leerschüsse aushalten, wenn im Galopp der Pfeil runterfällt.
Wenn Du aber einem totalen Anfänger Deinen Bogen gibts, sagst Du natürlich immer: "Bloß nicht ohne Pfeil schießen, das macht den Bogen kaputt!" ;-)
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