Scheiben-Panik

Bogenschiessen in der Praxis, mediterran, Daumentechnik u.a.
Karl-Heinz

Beitrag von Karl-Heinz »

@ Benz
köntest Du das mit dem an den Bogen schlagen wenn Du 1-2 Sek ankerst mal näher beschreiben, bin leider etwas begriffstutzig. Bei mir passiert dann oft folgendes. Nach dem lösen höre ich ein Geräusch ähnlich einem vorbeischaben an Holz ( :bash ist ja auch ein Holzbogen), und der Schuß ist einfach schlecht. Meinst Du das? Wenn einer weis woher das kommt bin ich dankdar für einen Hinweis.
K-H
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Beitrag von Archiv »

Hallo Karl-Heinz,

ja ich denke wir meinen das selbe. Das einzige was ich weiß ist, daß der erwähnte Schütze, der mit längerem Anker erfolgreich Holzbogen schießt, eine viel höheren Spine schießt, als alle anderen die ich kenne. Aber bei mir hat das keine Verbesserung ergeben.

liebe Grüße benzi
Robster
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RE:

Beitrag von Robster »

Original geschrieben von Karl-Heinz
Bei mir passiert dann oft folgendes. Nach dem lösen höre ich ein Geräusch ähnlich einem vorbeischaben an Holz ( :bash ist ja auch ein Holzbogen), und der Schuß ist einfach schlecht. Wenn einer weis woher das kommt bin ich dankdar für einen Hinweis.
K-H
Kann mehrere Ursachen haben.
Zum einen : Nockpunkt falsch gesetzt.
Andere Möglichkeit : Du zwickst den Pfeil an der Nocke ein.
Hab das schon bei vielen beobachtet, wenn man direkt hinter ihnen steht, sieht man richtig wie sich der Pfeil bereits im Vollauszug biegt.
Oder liegts am falschen Griff, der die Sehne bereits im Auszug zu fest dreht. Ich weiss es nicht, Hab das Problem nicht.

Problem Targetpanic :
Tritt bei mir dann auf, wenn ich schon ne zeitlang auf nem Turnier nicht so gut geschossen hab, is klar irgendwie, Gehirn sagt, jetzt mußt du endlich mal richtig treffen, so gehts ned weiter.. Aber das verursacht Streß und bewirkt genau das Gegenteil.
Man sollte auch ned unbedingt auf nem Turnier schiessen, wenn die ganze Woche scheisse war, man Streit hatte oder einfach nicht fit ist.
Auch mit hohen Erwartungen ran gehen kann ins Auge gehen.
Wenn die Zeit kommt, in der man k?nnte, ist die Zeit vor?ber, in der man kann.
- Marie von Ebner-Eschenbach
shantam

mein tip..

Beitrag von shantam »

...wenn es gar nicht läuft auf einem turnier.
leathal weapon 2 glaube ich,mel gibson und dany clover sind unten im keller auf dem schießstand und checken gerade wer den nun besser ist.
dany schießt zuerst und trift auch ganz gut.
dann mel,er läßt die scheibe wieder nach hinten laufen,weiter,weiter,weiter,weiter nach hinten und singt dabei so einen blödsinn wie dummdie dumdieda die dumda dodidamm.
und schießt dann wie einer nur schießßen kann ein mond gesicht ins ziel.

das klapt bei mir auch.
probiert das mal.
eigentlich hypnotiesieren wir uns einfach und die birne ist arg mit denken beschäftigt.
beschäftige die birne einfach mit was anderem und gut ist.

anfänger shantam
Robster
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Beitrag von Robster »

Ich machs mal, wehe wenns nicht klappt ! ;-)
Wenn die Zeit kommt, in der man k?nnte, ist die Zeit vor?ber, in der man kann.
- Marie von Ebner-Eschenbach
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Beitrag von Archiv »

@Robster

wieviel Erfahrung hast Du mit einem Selfbow (reiner Holzbogen ohne Glas oder Backing)?

liebe Grüße benzi
Robster
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Beitrag von Robster »

@ benz : gar keine, wieso fragst du ?
Wenn die Zeit kommt, in der man k?nnte, ist die Zeit vor?ber, in der man kann.
- Marie von Ebner-Eschenbach
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RE:

Beitrag von Archiv »

Original geschrieben von Robster

@ benz : gar keine, wieso fragst du ?
Weil das Problem bei mir z.B. nur bei Selfbows auftaucht, das hatte ich weiter oben auch geschrieben. Bei einem Recurve kann ich auch einige Sekunde halten und tue dies auch und der Pfeil fliegt sauber ins Ziel (jedenfalls meistens :D )

liebe Grüße benzi
kojote
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Beitrag von kojote »

Hallo,

die angst nicht zu treffen (target panic) beschleicht FAST jeden schützen einmal, das geht bei manchen sogar so weit das sie ihr hobby aufgeben wollen.
auch ich hab lange damit gekämpft, es war ein kraus.
am schlimmsten war es wenn das turnier begann und ich mit meiner gruppe an einer scheibe in großer entfernung beginnen musste.
ich sah das ziel und dachte "oh Sch... das treff ich nie"
ein weiter punkt wo es auftrat war, ich hatte einen lauf; (immer mit dem ersten pfeil getroffen) und dann ein fehlschuss das war dann mein einbruch, und das elend nahm seinen lauf....

mittlerweile ist meine mentale stärke so gefestigt, daß ich nicht mehr über einen fehlschuß nach denke, wenn er mal vorkommt.

in erster lienie liegen solche sachen meiner meinung nach an mangelndem sebstvertrauen (beim schießen) dieses führe ich auf mangelndes training zurück, denn wer viel trainiert und auch mal im training wettkampf situationen herbei führt wird schnell sicherer und kan mit dem selbst auferlgeten druck umgehen.
natürlich braucht man dazu die richtigen partner (leider hat nicht jeder die möglichkeit) aleine wird es schwer so sicher zu werden, denn es fehlen einem die vergleiche und der notwendige druck den man zu simulieren versucht.
eine motivation kann auch sein, man trifft sich mit seinen freunden zum schießen (je mehr, je besser) und schießt eine runde mit aufschreiben, der verlierer gibt danach eine runde. :D :D
man glaubt garnicht wie schnell man besser wird. ;-)
einige werden wohl jetzt denken "so ein quatsch" aber genau diese situationen machen einen stark für turniere, man ist einfach den druck aus dem training gewöhnt, außerdem verbessert man sein schießen und ist dadurch viel sicherer.

ach noch was: ich find es ist völlig egal was für einen bogentyp man schießt, die angst nicht zu treffen kann jeden beschleichen.



gruß, kojo
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RE:

Beitrag von Archiv »

Original geschrieben von kojote

ach noch was: ich find es ist völlig egal was für einen bogentyp man schießt, die angst nicht zu treffen kann jeden beschleichen.

gruß, kojo
Der Inhalt dieses threads war ja nicht Scheibenpanik als solche, sondern die Angewohnheit in der Turniersituation den Bogen nicht mehr voll auszuziehen und ihn nicht 1 bis 2 Sekunden in vollem Anker halten zu können. NUR hierauf bezieht sich das Argument, daß diese Angewohnheit bei einem Selfbow eben etwas anderes ist als z.B. bei einem Recurve.
Meine Meinung.

liebe Grüße benzi
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Beitrag von Snake-Jo »

@benz: Du hast mich durchschaut! :o Ich habe den Thread "Scheibenpanik" genannt, damit er besser ins laufen kommt, hat ja auch geklappt. :D :D

Mein Problem ist genau das, was du gerade formuliert hast: Das zu schnelle Lösen besonders beim Holzbogen.
- Ich habe weder Probleme zu treffen, noch überhaupt Probleme, den Pfeil, wann immer auch, ins Ziel zu bringen. Dazu schieße ich einfach schon zu lange, soll heißen, auch der blitzanker bringt meinen Pfeil ins Ziel.
-Trotzdem sind die Schüsse, bei denen das Gehirn zur Ruhe kommt und wo ich mich ca 1 sec im Ziel versenken kann (bei voller Schulterspannung) die besseren.
Warum macht man es dann nicht bei jedem Schuss bzw. warum mach ICH es nicht? Ich denke schon, es ist ein bischen die versteckte Angst des Bogenbauers, der Holzbogen könnte brechen (ist er ja auch schon öfter). Daher lieber schnell wech mit dem Pfeil!!! :D
Das nenne ich jetzt mal: "Bruch-Panik" :D
Immer wieder versuche ich, einen Bogen zu bauen, der mir diese Bruchpanik nicht vermittelt und so baue ich und baue, es sind nun genau 112 Bögen geworden. Allerdings sind zwei Bögen dabei, die ich ohne Panik schießen kann: Der Hörnerbogen aus ganzen Oryxhörnern und der Bambusbogen mit Reaction-Wood.
Hegges
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Beitrag von Hegges »

Hat ein Selfbow Probleme damit längere Zeit (4-5 Sek.) gezogen zu sein ? Ausser das er brechen könnte.
Leistungsverlust ? Und wenn, wieviel macht das aus ?

Ich hab selbst noch keinen Bogen gebaut.

Gruß Hegges
Wer andern eine Bratwurst brät, braucht ein Bratwurstbratgerät
tomtux
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RE:

Beitrag von tomtux »

Original geschrieben von Hegges

Hat ein Selfbow Probleme damit längere Zeit (4-5 Sek.) gezogen zu sein ? Ausser das er brechen könnte.
Leistungsverlust ? Und wenn, wieviel macht das aus ?

Gruß Hegges
ich bilde mir zumindest ein, dass ein selfbow spürbar schlechter wirft, wenn ich zu lang im anker halte.
bei meinen bambusbelegten ist das verhalten weniger ausgeprägt aber immer noch vorhanden. anscheinend "gewöhnt" sich der bogen an die vorspannung, so wie er direkt nach dem abspannen mehr set hat als am nächsten tag.
Nighty
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RE:

Beitrag von Nighty »

Original geschrieben von Hegges

Hat ein Selfbow Probleme damit längere Zeit (4-5 Sek.) gezogen zu sein ? Ausser das er brechen könnte.
Leistungsverlust ? Und wenn, wieviel macht das aus ?

Ich hab selbst noch keinen Bogen gebaut.

Gruß Hegges
Ja das Zuggewicht lässt im Auszug stehend nach.
auf einer Zuggewichtswaage mit Zeiger kann man das sehr schön mit ansehen. So 4 pfund in 5sec sind drin. Ist aber unterschiedlich von Bogen zu Bogen.
...lerne auch aus den Fehlern anderer ,das Leben ist zu kurz um Alle selber zumachen...
benz

Beitrag von benz »

Hallo zusammen,

gestern beim roven hab ich mein Problem mit dem Halten beim Selfbow in den Griff bekommen. Wie schon öfter war es meine Schussligkeit die Ursache:

Ich hab zwei Pfeile mit Judopoints drauf auf einem Schränkchen liegen, ich schnapp mir also einen und geh in den Wald.

Im Wald sehe ich dann, daß ich den Pfeil für den Recurve dabei habe, 61# steif statt 41# für den 50# Selfbow aus Osage.

Und siehe da, ich konnt den Bogen gespannt halten in vollem Auszug und der Pfeil flog sauber raus.

liebe Grüße benzi

ach ja, das Ziel getroffen hat er auch, meistens :D
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