Bogenbas hat geschrieben: ↑22.04.2026, 23:40Beim Flightschießen ist es aber nicht so schlimm wenn der Pfeil nach rechts oder links abweicht.
Das ist ein Trugschluss, da bei beiden Abweichungen gemessene Weite verloren geht. Stephan hatte das weiter oben schon erwähnt (Pythagoras). Seitliche Abweichungen bedeuten entweder, dass der Pfeil am Bogen anschlägt (zu steif) oder einen zu großen Bogen macht (zu weich) und länger schwingt.
Der Pfeil darf den Bogen nicht berühren, soll aber möglichst knapp am Bogen vorbei gehen. Also muss der Pfeil auf den Bogen abgestimmt sein. Da die Flights aber viel kleiner als die Federn von Scheibenpfeilen sind, muss der Pfeil nur einen deutlich geringeren Bogen um den Griffbereich machen, als bei Scheibenpfeilen. Ergo darf der Spine viel höher sein, was wiederum für möglichst wenig Schwingung notwendig ist.
Wenn zusätzlich der Griff sehr schmal ist (ich versuche mittlerweile höchstens 15 mm breite Griffe zu bauen oder eben Richtung Centershot zu gehen), darf der Spine nochmal höher sein. Wenn du aber die Spinetabellen benutzt, hast du nur die Info zum statischen Spine und keine Aussage zum dynamischen.
Ich denke, dass ein Rohschafttest gut wäre, nur ist die Wahrscheinlichkeit für enorme Pfeilverluste dabei sehr hoch und deswegen nicht empfehlenswert.
Am besten benutzt man Erfahrungswerte und schießt viele verschiedene Pfeile, um die besten zu finden.
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...