Koreanischer Kompositbogen Gakgung
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Den hab ich von Dictum. Ich bin noch unentschlossen ob ich den nochmal mit 25% verarbeiten würde, oder doch auf 10 - 15% reduzieren würde. Mit Hautleim strecken macht der Neumi. Dann geliert er langsamer als Hautleim, was man braucht um die Platten ohne Bröckchen kämmen zu können. Nur mit dem Blasenleim zu arbeiten ist hald echt teuer 
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Der Bogen wird schon vom Sehnenbelag in den reflex gezogen. Zu erkennen wenn man die beiden Fotos getrachtet.
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Chirurg
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Dann solltest Du die Enden enger zusammenbinden, damit sich der Sehnenbelag nicht ablöst!
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Erledigt! Die Enden stehen schon von alleine fast zusammen. Also hab ich sie gleich komplett zusammen gebunden. Nach dem aufbringen des zweiten Sehnenbelags kann ich hald nichts mehr tun um den Sehnenbelag zu entlasten. Denn wenn ich die Enden an einander vorbei laufen lasse, werd ich mit stärkeren Verdrehungen zu kämpfen haben...
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Sieht super aus, jetzt wird es langsam spannend.
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Ich find's die ganze Zeit schon sauspannend!
Klasse Doku, muss ich mal los werden!!
Rabe
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Ravenheart hat geschrieben: ↑03.04.2026, 10:56 Ich find's die ganze Zeit schon sauspannend!
Klasse Doku, muss ich mal los werden!!
Rabe
Volle Bestätigung !
Lange nix mehr so spannendes wie diesen Tread
und den (dazugehörigen) -Flightbogen/Kolbingen
gelesen.
Weitermachen !
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Danke für das Feedback! Ist oft schwer einzuschätzen ob das Thema jemanden interessiert.
Auch wenn der Bogen im großen und ganzen sehr gut aussieht, gibt es einige Dinge die mir noch Bauchschmerzen bereiten.
Wie schon mehrfach erwähnt könnten diverse Klebefugen verhungert sein. Außerdem sah eines der Hörner eigenartig aus. Als wären Blasen unter der Oberfläche. Den Biegetest hat es aber bestanden. Dann die winzigen Fehlstellen im Holz, das ich bei manchen Stellen nicht sicher bin ob alles im Winkel ist,... Die Liste ist lang. Aber ich glaube bei einem Komposit ist es nahezu unmöglich, keine Zweifel wegen irgendwas zu hegen.
Auch wenn der Bogen im großen und ganzen sehr gut aussieht, gibt es einige Dinge die mir noch Bauchschmerzen bereiten.
Wie schon mehrfach erwähnt könnten diverse Klebefugen verhungert sein. Außerdem sah eines der Hörner eigenartig aus. Als wären Blasen unter der Oberfläche. Den Biegetest hat es aber bestanden. Dann die winzigen Fehlstellen im Holz, das ich bei manchen Stellen nicht sicher bin ob alles im Winkel ist,... Die Liste ist lang. Aber ich glaube bei einem Komposit ist es nahezu unmöglich, keine Zweifel wegen irgendwas zu hegen.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Jetzt weiß ich, warum der Bau eines Bogens normalerweise fast 1 Jahr dauert. So vergisst man die Problemstellen bis zum Einbiegen des Bogens und kann ungehemmt Tillern.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Heute kam der zweite Sehnenbelag drauf. Diesmal hab ich etwas mehr Sehne pro Bündel genommen, um die Ränder weiter über das Horn zu bekommen. Ein Bündel mit 50cm länge und 13g über den Griff und beide Hauptbiegezonen
Und 2 Bündel mit 40cm und je 11g für die Siyahs. Zusätzlich noch 2 kleine kurze Bündel, um den Griffbereich besser umschließen zu können. Bauchseitig hab ich dann erstmal die am Horn überlappenden Sehnen auf ein gleichmäßiges Maß abgefeilt und den ganzen Bogen mit 80er Schleifgitter angeschliffen, entfettet usw. Dann 2mal mit 10%igem Blasenleim grundiert (die Reste von letzter Woche waren noch gut) und anschließend hab ich den Rest vom 25%igen beigemengt (war ca gleich viel, müsste also 17,5% ergeben haben). Damit hab ich wieder die Sehnenplatten hergestellt, Bogen erwärmt und nochmal bestrichen, die Sehnen erwärmt und aufgelegt. Zuerst die kleinen Bündel an den Seiten des Griffs, dann das lange Bündel über den Griff und die Hauptbiegezonen und dann den Rest über die Siyahs. Diesmal hab ich nicht gewartet bis die Platten richtig gelieren, sondern schon frischer aufgelegt. Das hat recht gut geklappt. Ich hatte trotzdem wieder etwas Probleme dass der Belag an den Rändern nicht gut halten wollte, ich glaube das macht aber nix. Ich hab endlich wieder meine Hosengummis gefunden und hab damit den Bogen gewickelt. Die sind mir viel lieber als Mullbinden weil sie zuverlässig wieder runter gehen und öfter wiederverwendet werden können. Außerdem üben sie mehr Druck auf den Belag aus. Nach dem Wickeln erhitze ich dann immer den Belag nochmal über der Heizplatte bis man spürt wie alles klebrig wird. Dadurch sollte sich dann das Problem mit den nicht anhaftenden Stellen von alleine lösen.
Insgesamt bin ich heute mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Menge an Sehnen hat perfekt gepasst und ich sollte eine ordentliche und gleichmäßige Überlappung am Horn haben.
Bin gespannt wie es dann nach dem auspacken aussieht.
Den Griffbereich und das äußere Ende der Hornplatten werde ich erst in ein paar Tagen mit Sehnenwicklungen sichern. Denn dann hat sich der Sehnenbelag bereits etwas zusammen gezogen und die Wicklung müsste dann letzendlich etwas strammer sitzen.
Und 2 Bündel mit 40cm und je 11g für die Siyahs. Zusätzlich noch 2 kleine kurze Bündel, um den Griffbereich besser umschließen zu können. Bauchseitig hab ich dann erstmal die am Horn überlappenden Sehnen auf ein gleichmäßiges Maß abgefeilt und den ganzen Bogen mit 80er Schleifgitter angeschliffen, entfettet usw. Dann 2mal mit 10%igem Blasenleim grundiert (die Reste von letzter Woche waren noch gut) und anschließend hab ich den Rest vom 25%igen beigemengt (war ca gleich viel, müsste also 17,5% ergeben haben). Damit hab ich wieder die Sehnenplatten hergestellt, Bogen erwärmt und nochmal bestrichen, die Sehnen erwärmt und aufgelegt. Zuerst die kleinen Bündel an den Seiten des Griffs, dann das lange Bündel über den Griff und die Hauptbiegezonen und dann den Rest über die Siyahs. Diesmal hab ich nicht gewartet bis die Platten richtig gelieren, sondern schon frischer aufgelegt. Das hat recht gut geklappt. Ich hatte trotzdem wieder etwas Probleme dass der Belag an den Rändern nicht gut halten wollte, ich glaube das macht aber nix. Ich hab endlich wieder meine Hosengummis gefunden und hab damit den Bogen gewickelt. Die sind mir viel lieber als Mullbinden weil sie zuverlässig wieder runter gehen und öfter wiederverwendet werden können. Außerdem üben sie mehr Druck auf den Belag aus. Nach dem Wickeln erhitze ich dann immer den Belag nochmal über der Heizplatte bis man spürt wie alles klebrig wird. Dadurch sollte sich dann das Problem mit den nicht anhaftenden Stellen von alleine lösen.
Insgesamt bin ich heute mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Menge an Sehnen hat perfekt gepasst und ich sollte eine ordentliche und gleichmäßige Überlappung am Horn haben.
Bin gespannt wie es dann nach dem auspacken aussieht.
Den Griffbereich und das äußere Ende der Hornplatten werde ich erst in ein paar Tagen mit Sehnenwicklungen sichern. Denn dann hat sich der Sehnenbelag bereits etwas zusammen gezogen und die Wicklung müsste dann letzendlich etwas strammer sitzen.
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Ich hab ihn jetzt ausgepackt. Sieht richtig gut aus
Nur im Bereich der Überlappung sieht es so aus als hätte sich der Sehnenbelag im Randbereich nicht mit dem Bogen verbunden. Ich überlege ob ich sicherheitshalber nochmal in die Werkstatt geh, Leim mit einer Spritze unter den Belag spritzen...
Nur im Bereich der Überlappung sieht es so aus als hätte sich der Sehnenbelag im Randbereich nicht mit dem Bogen verbunden. Ich überlege ob ich sicherheitshalber nochmal in die Werkstatt geh, Leim mit einer Spritze unter den Belag spritzen...
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Re: Koreanischer Kompositbogen Gakgung
Bin auf Nummer sicher gegangen. Kleber nochmal angeheizt, drunter gespritzt, wieder gewickelt und nochmal auf der Platte angewärmt. Jetzt bleibts mal über Nacht gewickelt.