Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

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wanttostart
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von wanttostart »

Zum Wiegen meine Meinung.
Ich habe einfach mitsamt dem Balken gewogen, auf dem ich aufgespannt hatte.
Habe den Rohling mit alten Fahrradschläuchen festgezurrt. Hat auch den Vorteil, dass keine Macken von Zwingen oder härterem Holz an den Rohling dran kommen.
Die Kofferwage, die ich verwendet habe, hat den Gewichtsverlust genau genug angezeigt.
Viele Grüße
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schnabelkanne
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von schnabelkanne »

Servus, du kannst auch etwas vom Bast am Rücken oben lassen, sieht dann wenn der Bogen fertig ist auch ganz gut aus und ist etwas Schutz für den Rücken.
lg Thomas
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von MrCanister123 »

Der neue Stave sieht auch echt gut aus!
Entweder brauch ich ne Brille oder der hat echt schöne große Jahresringe.

Also ich finds Entrinden einfacher wenn er noch feucht ist aber das ist natürlich jedem das seine :)
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conti03
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von conti03 »

Tag auch, wenn es Dir gefällt kannst du die Rinde am Rücken auch komplett drauf lassen. Hab ich bei meinem ersten 2015 auch gemacht. Wenn sie nachdunkelt, finde ich es optisch schön und macht weniger Arbeit.
Jede Schöpfung ist ein Wagnis.
C. Morgenstern
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Ravenheart
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von Ravenheart »

Rate ich von ab!
Hab schon live gesehen, dass dann an EINER Stelle die Rinde plötzlich doch reißt - und der Bogen da dann sofort ne Schwachstelle hat. Auch wenn's 10x gut geht, heißt das noch nicht, dass es empfehlenswert ist. Dafür steckt in einem Bogen zu viel Arbeit und Herzblut... my2ct..

Rabe
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TorstenT
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von TorstenT »

@conti03
Du meintest wahrscheinlich nur den Bast, nicht die ganze Rinde, oder?
Ein paar Bastreste mit dazwischen durchscheinendem ersten Jahresring bringen ja tatsächlich ordentlich Leben in die ansonsten bei Hasel eher langweilige Optik.

LG
Torsten
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von MrCanister123 »

Seh ich au so @TorstenT + Ravendheart
Finde der Bogen bekommt gerade dadurch, dass Rinde/Bast entfernt wird eine richtig geile "camo-ähnliche" Optik
Und das mit der Schwachstelle in dem Bereich wo die Rinde dann abbröckelt seh ich genauso
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lordwimsey
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von lordwimsey »

Hallo zusammen,

viele tolle Denkanstöße!

Ich habe die Rinde auf dem zweiten Ast draufgelassen, damit er schonend trocknen kann. Ich werde erstmal bei einem Bogen bleiben um mich nicht zu verzetteln.

Leider komme ich im Moment nicht dazu, die Bastreste weiter zu entfernen.
Ein kleiner Fortschritt: ich habe gestern in der dritten aufgesuchten Baumarktkette (Bauhaus) zwei Ziehklingen gefunden (Rechteck und Schwanenhals) für ca. 5€ zusammen.
Ich war schon drauf und dran, einen Abstecher zu Kirschen in Remscheid zu machen. Da gibts den Dreiersatz mit Etui für zwanzig, optional mit Gratzieh-Stift für etwas mehr. Jetzt habe ich zwar noch etwas Arbeit vor mir, um die billigen Klingen herzurichten, aber dafür habe ich etwas Geld gespart.

Ich hoffe, den Bastresten damit gut zu Leibe rücken zu können. Beruhigend, dass Reste davon verbleiben dürfen.

Was die komplette Rinde betrifft, die Bögen mit Rinde, die ich auf Euren Fotos gesehen habe, fand ich echt schön. Allerdings werde ich wenn es so weit ist, lieber kein Risiko eingehen und die Rinde dann mühevoll entfernen.

Grüße,
Peter
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Neumi
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von Neumi »

lordwimsey hat geschrieben: 12.12.2019, 11:31Leider komme ich im Moment nicht dazu, die Bastreste weiter zu entfernen.
Macht nix - einfach später ein feuchtes Handtuch o.ä. auf den Rücken packen, mit Frischhaltefolie o.ä. fest anpressen und dann ein paar Stunden liegen lassen. Der Bast nimmt wieder Wasser auf und lässt sich relativ leicht entfernen.

Grüße - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...
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fatz
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von fatz »

lordwimsey hat geschrieben: 12.12.2019, 11:31 Allerdings werde ich wenn es so weit ist, lieber kein Risiko eingehen und die Rinde dann mühevoll entfernen.
Was heisst kein Risiko????? Die Wahrscheinlichkeit dann in den Ruecken zu schneiden ist da fuer einen Anfaenger fast 100% oder du bist ein koordinatives Wunder.
Mach den Rindenmist jetzt runter und arbeit das Holz auf die Mitte runter!
Ein ganzer Stave mit Rinde und versiegelten Enden trocknet dir eh nicht. Das ist ein Wassersack. Der gammelt nur irgendwann
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von lordwimsey »

fatz hat geschrieben: 12.12.2019, 17:33 [...]
Mach den Rindenmist jetzt runter und arbeit das Holz auf die Mitte runter!
Ein ganzer Stave mit Rinde und versiegelten Enden trocknet dir eh nicht. Das ist ein Wassersack. Der gammelt nur irgendwann
Hi Fatz,

naja, ich habe mich dabei an dieses Video von Daniel (a.k.a. Selfbower, bzw. Adamusminor) gehalten:
https://www.youtube.com/watch?v=knJK-WSUpN0&t=903s
(siehe auch diesen Thread: viewtopic.php?f=15&t=26569&hilit=youtub ... 75#p489895)

Ich hatte mir überlegt, zunächst bei dem ersten Bogen zu bleiben und den anderen Ast entsprechend langsam trocknen zu lassen.
Eine Wahrscheinlichkeit von fast 100%, beim späteren Bearbeiten in die Rückenfaser zu schneiden hatte ich mir nicht ausgemalt. :-[


Grüße,
Peter
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fatz
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von fatz »

Den Hasel noch langsamer trocknen bringt dir eh keine Vorteile....
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schnabelkanne
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von schnabelkanne »

Servus, bei Hasel Rinde runter, ist ja eh nur die eine Hälfte, die andere Seite bis Markkanal freilegen, Griff stehen lassen. Rinde am besten mit stumpfer Spachtel abschaben, Reste von Bast können ja oben bleiben.
Hab auch schon mal Hasel mit Rinde getrocknet und hat geschimmelt, oder es nisten sich Insekten ein, keines von beiden ist erwünscht. Also in die Hände gespuckt und rann an den Stamm.
Lg Thomad
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fatz
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von fatz »

Mal so nebenbei:
DIE Standardmethode Bogenholz zum Trocknen herzurichten ist die oben beschriebene:
- Rinde runter
- Markkanal freilegen
- Stirnflaechen versiegeln
- eventuelle Griffpartie einsaegen, wenn da nicht auf die Mitte runtergearbeitet wurde.

Davon weicht man nur bei Eibe ab. Dazu bitte die Suchfunktion benutzen.
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lordwimsey
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von lordwimsey »

Hallo zusammen,

da ich heute unverhofft zwei Stündchen Zeit hatte, habe ich Eurer Empfehlung folgend den zweiten Ast auch entrindet und den Markkanal freigelegt.
Snake-Jos Tipp, das Ziehmesser auch mal "auf dem Kopf" zu versuchen, war sehr gut. So hatte ich mehr Kontrolle.

Die Rinde ging mit der Ziehklinge (nicht geschärft, also eher stumpf) ganz gut ab.
Jetzt kann Fatz auch wieder gut schlafen ;)

Diesmal habe ich die Fade-Outs auch eingepinselt, und leider hatte ich kein Vierkant mehr da, so dass ich diesen einfach hingelegt habe und hoffe, dass er halbwegs gerade bleibt.

Grüße,
Peter
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