...alles korrekt, 2 Anmerkungen noch ergänzend:
Eine Querrille im Rückenring - und sei sie noch so klein - erhöht die Bruchgefahr massiv, verdoppelt sie quasi mindestens!
Bei einer Quer-Rille durch eine z.B. Raspel, aber AUCH noch durch grobes Sandpapier (!) (grob = Körnung unter 150er) ist der Materialverlust, der dabei entsteht, diese Rille raus zu schleifen, das KLEINERE ÜBEL....aber...
Es hängt allerdings auch von der Ringdicke ab, wie Squid schon schrieb! Hat der Ring 5 mm und ich muss 0,5 mm wegschleifen reduziert das die Haltbarkeit um 10%. Hat der Ring nur 1 mm und ich muss 0,5 mm wegschleifen, reduziert das die Haltbarkeit um 70%! 70, nicht 50!
Das hat wiederum damit zu tun, dass das Spätholz am Ende der Wachstumsperiode höhere Festigkeiten hat als das frühe!)
Und dann muss man noch zwischen RILLEN und DELLEN unterscheiden!
Durch eine Raspel entsteht Druck in dünnen, parallelen Streifen. Selbst wenn die RILLEN schon weggeschliffen sind, erkennt man im Holz die DELLEN, weil in den Streifen die Fasern komprimiert sind.
Ähnliches passiert, wenn man mit dem fast fertigen Bogen irgendwo anstößt.
DELLEN sind unbedenklich (so lange sie nicht SO heftig sind, dass die Fasern dabei tlw. gebrochen sind!).
Tipp aus den ganz tiefen Tiefen der Trickkiste:
Dellen lassen sich durch WÄSSERN der Stelle fast vollständig entfernen! Hält man eine Stelle mit Delle auf die Schnelle

ca. 15 min. lang feucht (Wichtig: NUR die Delle selber, NICHT das Drumherum!!), "quillt" die Delle wieder auf und verschwindet.
Auf kleine Dellen eine wenig SPEICHEL getupft (der enthält nämlich ein schleimbildendes Verdickungsmittel und trocknet daher nicht so schnell wie reines Wasser!), nach einigen Minuten noch mal erneuert, und die kleine Delle ist wieder weg...
Rabe