Dirk M hat geschrieben:Ich glaube ja auch das in den Schlachten des Hundertjährigen Krieges so einige an einen Pfeil verreckt sind, aber die hauptsächliche Todesursache wird Schwert, Axt und Hammer gewesen sein! Der große Verdienst der Bogenschützen war eben das sie einen geschlossenen Angriff der Franzosen verhindert haben, sie störten, nervten und provozierten die Franzosen. Dabei griffen die Franzosen die Bogenschützen nie konsequent an, sondern sie stürmten immer auf die "adelige" Mitte zu und boten so den Bogenschützen ihre Flanke da.
Der erste Beitrag, den ich 100% unterschreiben würde! Ich bin ziemlich sicher, dass die Rüstungen nicht vor Pfeilbeschuss schützen sollten, sondern für den Nahkampf gedacht waren. Das war ja das Hauptaufgabengebiet der Kämpfer. Ein gewisser Schutz vor Pfeilen war sicher eine angenehme Nebenwirkung.
Der Pfeilbeschuss sorgt für Verwirrung, schafft Angst, zerstört die Kampflinie oder sorgt für Hindernisse. Und das hat offenbar richtig gut funktioniert. Beim Bund haben wir Infanteristen auch mit unseren G3's auf gepanzerte Truppen geschossen, obwohl es ziemlich nutzlos erscheint. Das nannte man "Anklopfen". Der Feind sollte damit nervös gemacht werden, bzw. seine Taktik ändern. Und schon war man etwas im Vorteil. Sogar auf Jagdflugzeuge sollte wir im schießen. (Natürlich habe ich nicht auf "echte" Ziele geschossen, sondern wir haben das nur geübt. Nur um Missverständnisse zu vermeiden.)
Wir sollten also mal mit einer Axt oder einem Schwert auf die Bleche losgehen, das wäre realistischer.
@Agromann: Es macht schon einen Unterschied, ob die Ringe vernietet sind, oder nicht. Bei meinem selbstgeknüpften Kettenhemd kann ich mit einem Schraubenzieher die Ringe aufhebeln. Vernietet wäre das unmöglich. Pfeile gehen natürlich bei beiden relativ leicht durch. Durchs Unvernietete aber wie durch Butter.

Meist wurde über dem Kettenhemd aber noch eine Platte getragen. Das KH schützte eigendlich nur die Bereiche, die die Platte nicht abdeckt, zB. Achseln oder den Schritt. Und auch nur gegen Schnitte und normale Stiche. Für Pfeile war es garnicht gedacht, aber das hatten wir ja schon mal.
Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx