Bleche durchlöchern
Re: Bleche durchlöchern
Ich glaube nicht mal, dass die Armbrust viel ineffizienter ist, als ein Langbogen. Ein bisschen natürlich, da die Sehne bei einer Armbrust auf der Säule reibt. Aber das dürfte nicht so viel ausmachen, da die Säule mit Fett eingerieben wird, damit die Reibung minimal bleibt. Die hohen Zuggewichte der Armbruste sind nötig, um die kürzere Auszugslänge zu kompensieren. Bei halber Auszugsläne ist das doppelte Zuggewicht nötig, um gleich viel Energie zu speichern. Der Bolzen erreicht bei den Tests seine 180-200km/h.
Der Hauptfaktor liegt denke ich im Leinenwams, das bei diesem Test vermutlich relativ dick und stabil ist. Da gibt es sicherlich genau wie bei Brustplatten unterschiedliche Qualitäten.
Der Hauptfaktor liegt denke ich im Leinenwams, das bei diesem Test vermutlich relativ dick und stabil ist. Da gibt es sicherlich genau wie bei Brustplatten unterschiedliche Qualitäten.
Re: Bleche durchlöchern
Der Wirkungsgrad ist deutlich geringer. Beim (Holz-)Bogen kann man normalerweise etwa 70 - 80% "Effektivität" herauskitzeln, d. h. so viel der Zugenergie wird auf dem Pfeil übertragen.
Bei der historischen Ambrust liegt der Wert gerade mal bei ~40%.
Bei der historischen Ambrust liegt der Wert gerade mal bei ~40%.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
- Firestormmd
- Forenlegende

- Beiträge: 3528
- Registriert: 03.07.2007, 11:19
Re: Bleche durchlöchern
zum hundersten Mal: Kettenhemden sind gegen Schnitte gedacht und nicht für einen Pfeilbeschuss. Der Test mit Bögen an Kettenhemden ist somit ziemlich sinnlos.Agroman hat geschrieben:@lonbow:
Ja, die Testreihe kenn' ich sogar. Hat mich damals schon verwundert, denn ich habe im Gegenzug schon einige Testreihen mit Langbögen verschiedenster Zugstärken (von Ottonormalverbraucherflatbow - Warbow) gesehen, die Kettenhemden, auch Kettenhemden von hoher Qualität wie das in dieser Armbrusttestreihe (und ich glaube auch den Gambi darunter), mühelos durchdrangen und sich relativ tief ins Fleisch bohrten.[...]
Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
Re: Bleche durchlöchern
Was motzt du mich denn so an?Firestormmd hat geschrieben:zum hundersten Mal: Kettenhemden sind gegen Schnitte gedacht und nicht für einen Pfeilbeschuss. Der Test mit Bögen an Kettenhemden ist somit ziemlich sinnlos.
Erst verstehen, dann kommentieren.
@lonbow:
Wie gesagt, dann liegt es evtl. an der Dicke der Bolzen, jedenfalls ist das Resultat mMn nicht gerade gut. Ich kenne mich aber nicht sonderlich gut mit Physik aus.
"In essence, it is simply a piece of timber, chosen for its strength, its density, its bendability. And so, the very best possible wood to make it from is yew - it is the perfect god-given spring."
(Robert Hardy über den Englischen Kriegsbogen)
(Robert Hardy über den Englischen Kriegsbogen)
Re: Bleche durchlöchern
[quote]
Ich kann aber nach diesen "Quellen" behaupten, dass Rüstungen eines bestimmten europäischen Landes an der Brust im Durchschnitt 1,2 mm dick waren und an den Rändern lediglich 0,8 mm. Dies änderte sich erst gegen Ende des 15. Jahrhundet.
Das bezieht sich also vorallem auf das 14. Jhd. und die erste Hälfte des 15. Jhds.
[quote]
Ja, erstens sollte man das Jahrhundert festmachen,ich denk da liegen wir so gut ,mitte 14oo.
Irgendwann gabs sicher ausgeklügelte mehrlagige Rüstungen, mit denen brauchen wir nicht zu testen.
Aber der Stahl ist entscheidend.Man kann davon ausgehn, das normale wald und wiesenblech liegt bei der hälfte eines hochwertigeren Blechs in der Festigkeit.Somit müsste man durch gut 2mm gängiges Blech kommen.Falls sie besseres hatten....
ich weis bis dato nur eines sicher,Nachbauten werden aus c45 gebaut,und der ist hochwertig.
@galli
Auch die Härte der Spitze,um so härter sie ist umso weniger Energie frisst sie bei der Eigenverformung.
tscho
Ich kann aber nach diesen "Quellen" behaupten, dass Rüstungen eines bestimmten europäischen Landes an der Brust im Durchschnitt 1,2 mm dick waren und an den Rändern lediglich 0,8 mm. Dies änderte sich erst gegen Ende des 15. Jahrhundet.
Das bezieht sich also vorallem auf das 14. Jhd. und die erste Hälfte des 15. Jhds.
[quote]
Ja, erstens sollte man das Jahrhundert festmachen,ich denk da liegen wir so gut ,mitte 14oo.
Irgendwann gabs sicher ausgeklügelte mehrlagige Rüstungen, mit denen brauchen wir nicht zu testen.
Aber der Stahl ist entscheidend.Man kann davon ausgehn, das normale wald und wiesenblech liegt bei der hälfte eines hochwertigeren Blechs in der Festigkeit.Somit müsste man durch gut 2mm gängiges Blech kommen.Falls sie besseres hatten....
ich weis bis dato nur eines sicher,Nachbauten werden aus c45 gebaut,und der ist hochwertig.
@galli
Auch die Härte der Spitze,um so härter sie ist umso weniger Energie frisst sie bei der Eigenverformung.
tscho
- Firestormmd
- Forenlegende

- Beiträge: 3528
- Registriert: 03.07.2007, 11:19
Re: Bleche durchlöchern
@Agroman: Ich motze nicht dich persönlich an, sondern den Test von Pfeilen oder Bolzen an Kettenhemden. Sorry, wenn es motzig rüberkam. 
Diese Tests sind aber trotzdem sinnlos, weil sie eine Eigenschaft testen, wofür die Hemden garnicht gemacht sind. Kettenhemden eignen sich auch schlecht als Schwimmhilfe. Bei einem Test würden sie da gnadenlos durchfallen. Aber was sagt mir das Ergebnis? Nichts, es ist sinnlos!
Was man wirklich mal testen sollte, ist der ballistische Beschuss auf Rüstungen von schräg oben. Ich wette, da prallen die meisten Pfeile ab. Der Direktbeschuss von vorn ist ja wirklich keine Kunst. Doch die Warbowschützen haben auf die große Distanz gekämpft. Dafür wurden sie eingesetzt. Irgendwer hat geschrieben, das bei 40m direkt die selbe Wirklung erzielt wird, wie bei 200 ballistisch. Vielleicht kann ja mal jemand auf 40m auch ein 45° schräges Blech schießen. Mich würde das Ergebnis echt interessieren.
Grüße, Marc
Diese Tests sind aber trotzdem sinnlos, weil sie eine Eigenschaft testen, wofür die Hemden garnicht gemacht sind. Kettenhemden eignen sich auch schlecht als Schwimmhilfe. Bei einem Test würden sie da gnadenlos durchfallen. Aber was sagt mir das Ergebnis? Nichts, es ist sinnlos!
Was man wirklich mal testen sollte, ist der ballistische Beschuss auf Rüstungen von schräg oben. Ich wette, da prallen die meisten Pfeile ab. Der Direktbeschuss von vorn ist ja wirklich keine Kunst. Doch die Warbowschützen haben auf die große Distanz gekämpft. Dafür wurden sie eingesetzt. Irgendwer hat geschrieben, das bei 40m direkt die selbe Wirklung erzielt wird, wie bei 200 ballistisch. Vielleicht kann ja mal jemand auf 40m auch ein 45° schräges Blech schießen. Mich würde das Ergebnis echt interessieren.
Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
Re: Bleche durchlöchern
Ganz so sinnlos sind Beschusstests auf Kettenhemden dann aber doch nicht, finde ich. Klar, Kettenhemden sind nicht als Schutz gegen Projektile gedacht und taugen auch nicht als solcher. Aber trotzdem wurde im Krieg auch auf Männer in Kettenhemden geschossen
. Und auch wenn der abschwächende Effekt, den ein Kettenhemd auf die Wucht eines Pfeils hat, sehr gering ist, so ist ein Test trotzdem insofern 'sinnvoll', dass er einfach historische Begebenheiten rekonstruiert oder zumindest den Versuch unternimmt.
"In essence, it is simply a piece of timber, chosen for its strength, its density, its bendability. And so, the very best possible wood to make it from is yew - it is the perfect god-given spring."
(Robert Hardy über den Englischen Kriegsbogen)
(Robert Hardy über den Englischen Kriegsbogen)
Re: Bleche durchlöchern
Ich schließe mich da ganz der Meinung von Agroman an! Ein Panzerhemd ist zwar in erster Linie ein Schnittschutz, in diesem Fall war es jedoch noch ein gewisser Zusatzschutz (vergleiche Beschuss auf Rüstwams mit und ohne Panzerhemd).
grüße,
David
grüße,
David
- Firestormmd
- Forenlegende

- Beiträge: 3528
- Registriert: 03.07.2007, 11:19
Re: Bleche durchlöchern
Dann warte ich mal auf einen Test, wo auf Lederstiefel geschossen wird. Die sind auch nicht als Schutz vor Pfeilen gedacht, wurden aber trotzdem von den Soldaten getragen.Agroman hat geschrieben:Ganz so sinnlos sind Beschusstests auf Kettenhemden dann aber doch nicht, finde ich. Klar, Kettenhemden sind nicht als Schutz gegen Projektile gedacht und taugen auch nicht als solcher. Aber trotzdem wurde im Krieg auch auf Männer in Kettenhemden geschossen. [...]
Das einzige, was der Kettenhemd-Test zeigt ist, dass Kettenhemden nicht als Schutz vor Pfeilen taugen. Klasse!
Egal, weiter zum Blechbeschuss!
Grüße, Marc
"Wer das Training in Frage stellt, trainiert nur, Fragen zu stellen!" - Die Sphinx
Re: Bleche durchlöchern
Ja, das könnte man machen.rgendwer hat geschrieben, das bei 40m direkt die selbe Wirklung erzielt wird, wie bei 200 ballistisch. Vielleicht kann ja mal jemand auf 40m auch ein 45° schräges Blech schießen.
Was genial wäre, wenn hier im Forum ein Rüstungsschmied unterwegs wäre. Das scheint aber leider nicht der Fall zu sein...
Re: Bleche durchlöchern
Die 45° Geschichte wird nichts,das kann man jetzt schon sagen.Eigentlich ne üble Sache über die wir hier schreiben, aber da es ja schon lange her ist verlierts an Schrecken.Aber man sollte sich trotz allem klar sein über was man hier redet.
Die Treffer auf die Distanz werden wohl nur Wirkung an Schultern , Beinen usw, rechtwinklig zum Einschlag gestellten Flächen gehabt haben und natürlich an weichen Zielen.
Ich für mich werd versuchen das Thema ohne Hintergrund auf das Blech beschränken ab jetzt.Zumindest hier.
Sobald einer die Bogenjagt nur anschneidet gibts nen cut.Über dies sollte man mal nachdenken.Wenns öffentlich ist.
tscho
Die Treffer auf die Distanz werden wohl nur Wirkung an Schultern , Beinen usw, rechtwinklig zum Einschlag gestellten Flächen gehabt haben und natürlich an weichen Zielen.
Ich für mich werd versuchen das Thema ohne Hintergrund auf das Blech beschränken ab jetzt.Zumindest hier.
Sobald einer die Bogenjagt nur anschneidet gibts nen cut.Über dies sollte man mal nachdenken.Wenns öffentlich ist.
tscho
- Galighenna
- Forenlegende

- Beiträge: 8836
- Registriert: 19.07.2004, 21:59
Re: Bleche durchlöchern
Das die Bogenjags als Thema hier verboten ist hat denGrund das das Thema vor Jahren einfach IMMER zu mega Streit geführt hat, der sogar so weit ging das viele Mitglieder von damals gar nicht mehr hier sind etc pp...
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
- Wilfrid (✝)
- Forenlegende

- Beiträge: 6165
- Registriert: 04.06.2007, 16:16
- Hat Dank erhalten: 1 Mal
Re: Bleche durchlöchern
Verboten nicht, nur verpönt. Wenn´s was dringendes wäre, wäre´s schon erlaubt. Nur bleiben bei dem Thema viele eben nicht sachlich, genau wie hier, wo´s ja eigentlich um Loch im Blech geht. Ich habe noch nen angefangenen Pot in der Werkstatt, mal nächste , übernächste Woche mit nem Pfeil draufhalten. Einen so´n Krepel aus Heuwenderzinken habe ich noch :-)
-
Pfeilharry
- Full Member

- Beiträge: 110
- Registriert: 06.06.2011, 19:04
-
Pfeilharry
- Full Member

- Beiträge: 110
- Registriert: 06.06.2011, 19:04
Re: Bleche durchlöchern
Ach ja!
Und noch was ich habe im internet geguckt und diesen Eddytowbow nicht gefunden.
Hat der ne internetseite oder einen Shop?
Gruss Harry!
Und noch was ich habe im internet geguckt und diesen Eddytowbow nicht gefunden.
Hat der ne internetseite oder einen Shop?
Gruss Harry!