Anfängerfrage zum Befiedern

Alles zum Thema Pfeilbau.
Nuts
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Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von Nuts »

Erstmal ein herzliches Hallo an alle,

bin zwar ein neuer Member hier, lese aber schon längere Zeit sehr interessiert mit.  :)

Die einzigen 2 Fragen die ich bisher immer noch nicht klären konnte ist:
- kommt es zu Probemen kann, wenn sich der Federkiel zum Ende starkt verjüngt?
- welches Schleifpapier sollte ich zum Anschleifen des Schaftes (vorm lackieren) verwenden?

Hintergrund:
Meinereiner bastelt zum ersten mal an Pfeilen (Carbon) rum.
Schaft (Easton Epic ST, Spine 400, 30,5")
Jetzt will ich zuerst den Schaft 2/3 weiß lackieren und anschließend befiedern. Dazu hab ich mir schon vorgestanzte Naturfedern gekauft und dabei ist mir aufgefallen, dass nicht alle einen gleichmäßig breiten Federkiel aufweisen. Bei ein paar ist dieser zum Ende sogar verschwindend dünn?

Danke schonmal im Voraus!  ;)
LG
Nuts
Matthias Herp
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von Matthias Herp »

Hallo Nuts!

Willkommen im Forum!

Ich habe keine Erfahrung im Bekleben von Carbon, ich habe nur Holzschäfte.
Wenn die Federkiele zu schmal werden (unter ca. 1 mm), dann kann es passieren, dass der Kleber die Feder nicht sicher genug fixiert.
Es geht aber, wenn due vorne und hinten den Kiel durch eine Fadenwicklung am Schaft fixierst. Die Vordere Wicklung solltest du auf jeden Fall machen, sonst kann es passieren, dass die Feder deinen Handrücken zerkratzt oder beim nächsten Ast-Kontakt abgestreift wird.

Liebe Grüße,
Matthias
Nuts
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von Nuts »

Wow das ging ja schnell.  ;D

hab mir schon gedacht dass das Probleme geben kann...

Die fordere Wicklung wollt ich auf jeden Fall machen, schon allein  wegen den "Durchschüssen" in der Scheibe.
Die hintere werd ich mir dann auch mal zu Gemüt führen, danke.
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kra
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von kra »

Ich hae mir angewöhnt, auf einem Pfeil (ebenfalls Holz, sollte aber überall Sinn machen), Federn mit gleichem Kiel (also gleich stark verjüngend) zu kleben. Zumindest fällt damit eine Quelle für unsauberen Pfeilflug weg - wenigstens kann ich es dann nicht mehr darauf schiebedn  ::).
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
Nuts
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von Nuts »

Ja,
ich hab bereits aussortiert und werd es genauso machen. Es ärgert mich nur dass ich zuvor meine Pfeile bei dem Lieferanten hab machen lassen und dort sind alle gleichmäßig stark, und jetzt bei den "Einzelteilen" sowas...

Ich bin doch noch Anfänger!!!  >:( :)
Frede
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von Frede »

Bei den vorgestanzten Federn ist meistens hinten kein überstehender Kiel für die Wicklung, ich schneid´ dann einfach bei allen Federn ein paar mm der hinteren Fahne ab. Für die Wicklung ist es sogar praktisch, wenn der Kiel flach ausläuft (dünn ist weniger gut), weil dann an der Wicklung kein Knubbel mehr vorhanden ist (und die Wicklung keine Unterbrechung bekommt -> sieht viel besser aus!). Zum abflachen kannst du klobige Kielenden mit feinerem Schleifpapier bearbeiten.

Die hintere Wicklung kann man u.a. mit Festkleben oder mit der selben Methode, die man auch am Ende der Sehnenwicklung anwendet, beenden. Wenn die Wicklung komplett durchgeht (also durch die ganze Fahne bis nach hinten) und der Zwirn sehr stabil ist (bspw. Buchbinderzwirn), dann kannst du dir das Kleben auch größtenteils sparen: Nur vorne Spitze der Federn Ankleben (Knackpunkt der ganzen Methode ist, den 120° Winkel nach Augenmaß hinzubekommen), vorne wickeln, durch Fahne wickeln (dadurch befestigen), hinten Wicklung anfangen, Federn unter dem Zwirn hin und her schieben/ausrichten, hintere Wicklung betont fest beenden (damit nichts mehr herumrutschen kann). Dafür braucht man dann kein Befiederungsgerät und kaum Kleber (vor allem tuts jeder), aber ein gutes Auge beim provisorischen Ankleben der Federspitze. Wenn der befiederte Teil des Pfeiles allerdings stark belastet wird, bspw. wenn man mit zu hohen Zuggewichten auf zur kurze Distanz auf einen gefüllten Sack schießt, der Pfeil regelmäßig bis zur Nocke im Sack steckt und man ihn deswegen durch den Sack durchziehen muss... dann sollte man die Wicklung noch mit Uhu Transparent einschmieren. Vorraussetzung ist aber auf jeden Fall ein extrem stabiler Zwirn.

Wenn der Pfeil allerdings "sportlich" aussehen soll, die Feder also durchgehend mit einem Befiederungsgerät festgeklebt wurde, dann würde ich den Pfeil hinten nicht wickeln, eher einen anderen Kleber verwenden.
Zuletzt geändert von Frede am 23.01.2009, 12:27, insgesamt 1-mal geändert.
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walta
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von walta »

ich persönlich würde carbonpfeile nicht wickeln weils mir nicht gefallen würde - stattdessen vorne einen tropfen klebstoff zusätzlich rauf (uhu hart, heißkleber). wenn der keil hinten zu dünn ist und das mit dem kleben nicht ordentlich geht versuchs mit fletching tabe (schreib man das so?) - dieser 2-seiten klebestreifen.

zum lackieren: schau mal auf deine lacktube was da drauf steht? ist ein anschleifen überhautp notwendig? ansonsten müsste ein ganz feines schleifpapier genügen. wenns zu grob ist dann könnte es passieren das du die schleifspuren siehst.
der grösste feind des lacks ist fett (z.b. das fett das jeder mensch auf den fingern hat) - dagegen hilft entfetten (z.b. mit muttis fensterputzmittel oder einfacher gesagt mit spiritus)

grüsse
walta
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holzpfeilwickler ;-)
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von acker »

Hallo,
Carbonpfeile....? Was ist das ?  ???

Gruß acker ;)
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
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walta
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von walta »

das sind die runden langen dinger die das ziel immer treffen müssen sonst findest du sie niemals wieder im unterholz.
das sind die runden langen dinger die dafür sorgen das der wald auch etwas künstliches zur zirde bekommt
das sind die runden langen dinger die man braucht um bögen mit 85 schrauben verwenden zu können
das sind die runden langen dinger für die man sich 4 zahlen in der richtigen reihenfolge merken muss
das sind die runden langen dinger dessen bezeichnung nicht am bankomat eingeben darf sonst ist die karte futsch
das sind die runden langen dinger die sich wie ein korkenzieher kringeln wenn du versuchst die aus dem baum rauszuziehen
das sind die runden langen dinger die mit folie beklebt werden damit sie aussehen wie holzpfeile
das sind die runden langen dinger bei denen man 74 verschiedene spitzen und nockenarten reingeben kann
das sind die runden langen dinger bei denen die nocken von selber abfallen weil sie der überdruck beim raufgeben wieder rausdrückt
das sind die runden langen dinger die so schnell fliegen das man sich den pfeilflug nicht einprägen kann
das sind die runden langen dinger bei denen man deshalb ein visier braucht
das sind die runden langen dinger die man mit wasser füllen kann um den besitzer zu verwirren
das sind die runden langen dinger die ich nicht verwenden will

grüsse
walta
----------------
jetzt fällt mir nix mehr ein :-(
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von acker »

Hallo,
;D ;D Dem kann ich auch nix mehr beifügen :D

Gruß acker
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von Nuts »

Ok....  :D

Hab jetzt dann nach den Klausuren vieeeel Zeit um das alles auszuprobieren.

Wegen dem Anschleifen:
Das ist gerade das Problem, es steht nichts auf der Farbe... aber ich werd den Schaft trotzdem mal ein bisschen anschleifen, von der Specksteinarbeit liegt hier eh noch Papier von 800 bis 400er stärke rum, damit werd ich wohl nichts kaputt machen... ;)

Warum ich Carbonpfeile verwende?
Naja ehrlich gesagt weil ich noch zu dumm zum treffen bin. Deswegen werden sie auch Weiß lackiert, damit ich sie im Unterholz finde! ;) Bis 4 zählen brauch ich zum Glück nicht, am 3 D Tier ist bei 3 Schluss. ;P
Wenn ich dann iiiiiiiiirgendwann eine anständige Trefferquote erreicht hab, will ich zu Holz wechseln, da dann zumindest der Verschleiß nicht wie bei ersten mal 90% beträgt. :)

Danke an alle für die Tips!
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walta
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von walta »

am anfang verliert man die meisten pfeile dadurch das sie im unterholz (oder in der grasnarbe) verschwinden - carbon kann das sehr gut da es normalerweise dünner ist. den pfeil weis anzumalern ist ein guter ansatz - noch mehr würde eine grelle farbe bei den federn bringen.

grüsse
walta
---------------
der derzeit bambuspfeile mit grauer befiederung verliert :-)
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von Frede »

Das volle Progamm: Pinke Federn und Tracer :D

Weiße, rote und/oder gelbe Federn sind je nach Jahreszeit und Wetter auch in Ordnung. Oder beleuchtete Nocken (http://www.fletchers-corner.de/index.ph ... 179664#new).
Zuletzt geändert von Frede am 23.01.2009, 20:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von Nuts »

Also mit weißen Schäften hab ich die besten Erfahrungen gemacht, finde 90% der Pfeile innerhalb 1 Min.

Aber die meisten Pfeile gehen bei mir nicht verloren, sondern sind definitv zerstört.
Bsp: Zum zweiten mal im Parcour mit 8 Holzpfeilen. Dann mal hier nen Ast gestreift, da nen Baum getätschelt und da nen Stein geküsst und so verabschiedeten sich die Pfeile.
Bei den Carbonis muss ich schon wirklich viel anstellen um die zu schrotten.
Deswegen nutz ich erstmal die, um anschließend auf Holz umsteigen zu können ohne jede Woche nen neuen Satz Pfeile zu brauchen. ;)
Frede
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Re: Anfängerfrage zum Befiedern

Beitrag von Frede »

Mein Tipp: Keine Fichtenschäfte verwenden (Kiefernschäfte sind ok, aber auch nicht wirklich gut), für haltbare leichte Pfeile Zedernschäfte. Ahorn ist auch ganz gut (aber schwer), Esche wollte ich eigentlich ausprobieren, gibt es momentan aber leider nicht zu kaufen :(
Zuletzt geändert von Frede am 24.01.2009, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
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